Frankreich: MuslimInnen für Geschlechtergleichheit

19. Oktober 2006, 13:08
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Laut CSA-Umfrage treten 73 Prozent der Befragten auch für Laizismus ein

Paris - Die französischen Moslems befürworten mit breiter Mehrheit den Laizismus des Staates und die Gleichheit zwischen Mann und Frau. Dies ergibt eine CSA-Umfrage, für die 513 erwachsene MuslimInnen in Frankreich befragt wurden. Demnach sind 91 Prozent für die Gleichheit der Geschlechter und 73 Prozent für die Trennung von Staat und Religion. Für 94 Prozent sind alle Menschen unabhängig ihrer Religion gleich.

Regeln des Ramadan werden befolgt

Die Ehe zwischen einer moslemischen Frau und einem nicht-moslemischen Mann wird von 71 Prozent der Männer und 66 Prozent der Frauen akzeptiert. Die Bekehrung eines Moslem/einer Moslimin zum Christentum wird von 41 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer akzeptiert. Laut Umfrage befolgen 88 Prozent der Befragten die Fastenzeit des Ramadan. Bei jungen MuslimInnen unter 30 Jahren steigt der Anteil auf 94 Prozent.

Wenige pilgern

56 Prozent erklärten, die vorgeschriebenen täglichen fünf Gebete nicht durchzuführen. 30 Prozent lesen nach eigenen Angaben niemals den Koran, 20 Prozent weniger als einmal die Woche. 49 Prozent besuchen niemals eine Moschee, 17 Prozent besuchen einmal die Woche eine Kultstätte. Bei den Personen über 50 Jahren steigt der Anteil auf 33 Prozent. Nur vier Prozent haben eine Pilgerfahrt nach Mekka durchgeführt. (APA)

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