Corporate Governance Kodex kommt

10. Oktober 2006, 14:13
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Leitlinien sollen mehr Transparenz in das Unternehmen bringen - Huber: "Formales Signal an die Öffentlichkeit"

Wien - Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bekommen eine Unternehmensleitlinie auf Basis des "Österreichischen Corporate Governance Kodex". Auslöser war die Affäre rund um Personenverkehrs-Chefin Wilhelmine Goldmann, der vorgeworfen wurde, ÖBB-Bürostruktur für einen privaten Opernverein genutzt zu haben.

Im Zuge der geplanten und schließlich wieder abgeblasenen Absetzung von Goldmann wurde bekannt, dass auch Aufsichtsräte der Bahn Nutznießer von ÖBB-Aufträgen waren. Weiters gab es in den vergangenen Wochen Meldungen, wonach es ÖBB-Manager mit der Trennung von privaten und beruflichen Kosten nicht so genau genommen haben.

Mehr Transparenz angestrebt

Mit der neuen Unternehmensleitlinie, die am Dienstagnachmittag im Aufsichtsrat beschlossen wurde, will die Staatsbahn mehr Transparenz in das Unternehmen bringen. In der Corporate Governance heißt es etwa, dass Entscheidungen des Vorstandes frei von Eigeninteressen oder Interessen bestimmter Aktionäre zu treffen seien. Einziger Aktionär der Bahn ist die österreichische Bevölkerung, vertreten durch die jeweilige Regierung.

Aufsichtsratschef Wolfgang Reithofer betonte nach dem Aufsichtsrat, dass durch mehr Transparenz mehr Vertrauen bei den Kunden geschaffen werden solle. Denn wichtiger als Zahlen sei die Kundenorientierung. Bahnchef Huber meinte, dass durch den Beschluss der Corporate Governance nun ein "formales Signal an die Öffentlichkeit" gesetzt worden sei. (APA)

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