SPÖ-Werbung: "Schaden" für Unis

1. Oktober 2006, 21:22
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27.000 Kärntner, ein Grundmandat - Häupl: Keine (absolute) Mehrheit - OLAF-Bericht: "Farce und Witz"

SPÖ-Werbung: "Schaden" für Unis

"Herr Bundeskanzler! Sie tragen die Verantwortung dafür, dass unsere Schulen und Universitäten so schlecht sind!", inserierte die SPÖ gestern in Tageszeitungen. Die Rektorenkonferenz (ÖRK) findet das "inakzeptabel". Mit derartiger Polemik werde dem Ansehen der Unis massiver Schaden zugefügt, heißt es in einer Aussendung der ÖRK. SPÖ-Bildungssprecher Josef Broukal meint dazu, die Inserate seien die "grobe Beschreibung eines im Kern richtigen Sachverhaltes, für den die Unis nichts können". Er wünscht sich, "dass die Rektorenkonferenz so deutliche Kritik auch an der Bundesregierung geäußert hätte, die die Unis kurz hält". (hei)

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27.000 Kärntner, ein Grundmandat

Vier Wahlkreise gibt es in Kärnten. Wenn in einem davon rund 27.000 Wähler ihre Stimme für das BZÖ abgeben, gibt's ein oranges Grundmandat und somit ein fixes Nationalrats-Ticket unabhängig vom Bundesergebnis. Zwischen 26 und 28 Prozent müsste das BZÖ also in einem der Wahlkreise erreichen - laut OGM-Umfrage müsste es dafür aber noch ordentlich zulegen: Derzeit liegt das BZÖ in Umfragen kärntenweit bei 21 Prozent. (red)

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Häupl: Keine (absolute) Mehrheit

"Ich bin Realist und nehme an, dass es am 1. Oktober keine sozialdemokratische Mehrheit geben wird." Mit dieser Aussage wird Wiens Bürgermeister Michael Häupl in der gestrigen Wiener Zeitung zitiert. Gestern Mittag präzisierte er dann: Es sei selbstverständlich weiter möglich, dass die SPÖ stärkste Partei werde. Er rechne aber nicht mit einer absoluten Mehrheit. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures versteht indes Häupls Sorgen um Platz 1: "Diese Schmuddelkampagne der ÖVP kann dazu führen." (red)

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OLAF-Bericht: "Farce und Witz"

Als "Farce und Witz" bezeichnet Hans-Peter Martin den Bericht der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF, den die Beamten mittlerweile an die Staatsanwaltschaft Wien weitergeleitet haben. Der Inhalt ist noch nicht bekannt, auch Martin kennt ihn nicht - er weist die Vorwürfe aber vorsorglich zurück: "Ganz kurz vor der Wahl fällt ihnen plötzlich wieder etwas auf, das kennt man ja schon." Untersucht wurde der Vorwurf, Martin habe in zwei Fällen seine Sekretariatszulage als EU-Abgeordneter missbraucht. Martin äußerte sich gestern auch zum möglichen Wahlergebnis: Er glaubt, dass Bundeskanzler Wolfgang Schüssel "die Nase vorne behalten wird". (red/DER STANDARD, Printausgabe, 20.9.2006)

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