Kraftwerksbau in Bosnien wird geprüft

18. Oktober 2006, 16:31
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Verbundgesellschaft sieht "potenzielles Investitionsvolumen" von 3,5 Milliarden Euro

Wien/Sarajevo - Die Verbundgesellschaft prüft derzeit den Bau mehrerer Wasser- und Braunkohle-Kraftwerke in Bosnien. Dabei gehe es um "ein gesamtes potenzielles Investitionsvolumen" von 3,5 Mrd. Euro, erklärte Verbund-Sprecher Gerald Schulze heute, Dienstag, zur APA. Die Gesamtleistung der acht Kraftwerke würde 2.000 Megawatt betragen.

Die bosnische Regierung plant den Bau von vier Wasserkraft- und vier Braunkohle-Kraftwerken. Darüber hinaus gehe es um die dazugehörigen Kohleminen. Bisher gebe es aber noch keinen Tender und daher auch kein Angebot, betonte Schulze und präzisierte damit eine Zeitungsmeldung, wonach der Verbund für den Erwerb von acht Kraftwerken 3,5 Mrd. Euro geboten habe und damit im laufenden Bieterverfahren der Bestbieter sei. Es gebe kein Angebot, sondern lediglich Interessenbekundungen, betonte der Sprecher. "Wir sind sehr erfreut, dass wir in diesem Zusammenhang genannt werden, aber wir haben noch nicht geboten", so der Sprecher. "Faktum ist, dass wir interessiert sind, sollte es zu einem weiteren Bieterprozess kommen."

Details noch unbekannt

Bisher seien aber noch kaum Details der geplanten Projekte bekannt - so gebe es weder einen Zeitplan, noch sei klar, ob der Kraftwerksbau im Paket oder in Form einzelner Projekte vergeben werde. Beim Verbund kann man sich vorstellen, bei der Errichtung von Kraftwerken im bosnisch-kroatischen Grenzbereich mit dem kroatischen Stromkonzern HEP (Hrvatska elektroprivreda) zu kooperieren.

Weitere Interessenten sind laut Medienberichten u.a. die EVN, der tschechische Energiekonzern CEZ, die italienische Enel und der EVN-Großaktionär Energie Baden-Württemberg (EnBW). (APA)

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