#46: Postadresse 2640 Schlöglmühl

    17. November 2006, 11:24
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    „Ein Dokumentarfilm über ein Arbeitermilieu, dem man die Arbeit genommen hat, nicht aber die entfremdeten Strukturen: Das Kino gibt Menschen für einen Moment ihre Subjektivität zurück.“ (Bert Rebhandl)

    Ein Meisterwerk des österreichischen Dokumentarfilms: Die Krise der Institutionen am Beispiel des Verschwindens der Fabrik: Was einst die soziale Struktur einer ganzen Ortschaft aufrecht erhielt, existiert nicht mehr. Durch die Betriebsschließung verloren gegangen sind auch die Würde und der Stolz der Menschen im niederösterreichischen Schlöglmühl.

     

    Geblieben sind die zunehmend verfallenden Wohnsiedlungen, Zorn und Melancholie: Zwischen den Interviews tastet die Kamera immer wieder die Mauern der Häuser und Fabrikshallen ab, als gelte es, die Artefakte einer aussterbenden Spezies im Bild festzuhalten.

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