#41: Wienfilm 1896–1976

    17. November 2006, 11:14
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    „Eine Anthologie, ein kurzweiliges Bilderbuch mit verwirrender Paginierung. Eine Collage als virtuoses Bewusstseinsdokument vom Ende der siebziger Jahre“ (Karl Baratta)

    „Wienfilm 1896–1976“ ist eine Kollektivarbeit, d.h. die unterschiedlichsten Beiträge von Wiener Künstlern, Archivmaterial und Teile seiner eigenen Filme dienten dem Filmpublizisten und Filmemacher Ernst Schmidt jr. als Rohmaterial für die Montage einer Anthologie über Wien seit der Erfindung des Films bis heute.

     

    Die ersten Lumière-Filme über Wien (,Entrée du cinématographie’, ,Le Ring’) sind ebenso enthalten wie Wochenschauen aus der Zeit vor und nach dem Anschluß an das Deutsche Reich. Dieses historische Material wird ironisch kommentiert durch einen ständigen, abrupten Szenenwechsel oder durch eine asynchrone Bild-Text-Montage... D

    er Film ist dennoch mehr als eine reine Materialsammlung über bewegte Bilder aus Wien. Schließlich gehört Ernst Schmidt jr. wie Kurt Kren, Peter Kubelka u.a. zu jener Gruppe von österreichischen Filmemachern, die als erste konsequent den formalen oder strukturalen Film vorantrieben. Ihre wichtigsten Arbeiten entstanden gegen Mitte der 60er Jahre. Schmidts Wienfilm ist, zusammen mit "Unsichtbare Gegner" von VALIE EXPORT und Peter Weibel, der erste Langfilm der Wiener Filmavantgarde. (Fernand Jung)

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