#37: Radetzkymarsch

    17. November 2006, 11:01
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    „'Der Radetzkymarsch' ist ein Stück Unsterblichkeit“ (Michael Kehlmann)

    Der Sohn des Statthalters Baron Trotta wird in der ihrem Ende entgegen sehenden österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem Vorbild seines Großvaters, dem „Helden von Solferino“, auf den Militärberuf vorbereitet. Eine lastende Tradition und das väterliche Beamtenethos formen Gemüt und Charakter des jungen Menschen, der in der Tiefe seines Wesens kein Soldat ist.

     

    „Radetzkymarsch“ entstand nach dem Roman von Joseph Roth, einer Elegie auf den Untergang der k.u.k.-Monarchie. Er beschreibt eine Welt der Väter und Söhne, beherrscht von den uralten patriarchalischen Rangordnungen des Offiziers- und Beamtengeschlechts, das dem sterbenden Reich von der Residenz bis zur hinteren Grenzgarnison seinen Stempel aufdrückt. Der Film ist ein Stück österreichischer Fernsehgeschichte. Er lief in der Sowjetunion ebenso wie in vielen Ländern Westeuropas, in Kanada wie in Chile. In Österreich selbst sorgte er wegen einer Szene, die Kaiser Franz Josef im Nachthemd zeigte, für einen Eklat. (3sat)

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