Ditz für österreichischen Energiekonzern mit Verbund als Kern

18. Oktober 2006, 16:31
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Ex-ÖVP-Wirtschaftsminister: Zur Internationalisierung der heimischen E-Wirtschaft

Wien - Der ehemalige ÖVP-Wirtschaftsminister Johannes Ditz hat sich Montag Abend bei einer Diskussion für einen starken österreichischen Energiekonzern rund um die Verbundgesellschaft ausgesprochen. Der Verbund sei eine sehr starke Gesellschaft mit etwa 20 Prozent Eigenkapitalquote und daher als Nukleus in der Lage, Internationalisierung der österreichischen E-Wirtschaft zu betreiben, sagte Ditz.

Angesichts der Situation, dass sich Ausländer aus der heimischen E-Wirtschaft zurückziehen wollten, solle der Schritt zu einem österreichischen Energiekonzern getan werden, appellierte Ditz. Der Ex-VP-Minister war bei der EStAG Aufsichtsratschef und leitete sogar zeitweise als Interimsvorstand den steirischen Energiekonzern.

Eine von OMV und Verbund geplante Fusion war im Mai am politischen Widerstand der Bundesländer gescheitert. Dessen ungeachtet hatte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein Mitte Juli in einem Zeitungsinterview dafür plädiert, das Thema nach den Wahlen neu anzugehen: "Ich bin dafür, OMV und Verbund zu einem Teil von Koalitionsverhandlungen zu machen." OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer hatte in der Halbjahrespressekonferenz Mitte August erklärt, er plane dazu keinen Vorstoß mehr, da für dieses Zusammengehen die rechtlichen Voraussetzungen nicht geschaffen werden konnten. (APA)

  • Ex-VP-Wirtschaftsminister Johannes Ditz.
    foto: standard/cremer

    Ex-VP-Wirtschaftsminister Johannes Ditz.

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