Post und Zumtobel dürfen in den ATX

4. Oktober 2006, 14:43
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Reichen Liquidität und Streubesitz einer Aktie nicht mehr aus, werden ATX-Titel getauscht

Wien - Der ATX, Leitindex der Wiener Börse, wurde gestern, Montag, neu zusammengesetzt. Die Beteiligungsgesellschaft Agrana und der Wasseraufbereiter BWT mussten den Leitindex verlassen. Die gelbe Post-Aktie und die Aktie des Leuchtenherstellers Zumtobel wurden stattdessen in den ATX aufgenommen.

Wann und ob eine Aktie das Börsensegment wechselt und in den Leitindex aufgenommen wird, entscheidet das ATX-Komitee. Dieses Entscheidungsgremium besteht aus Vertretern der Wiener Börse, Banken, die im Aufsichtsrat der Wiener Börse vertreten sind, ÖTOB-Teilnehmerbanken, institutionellen Investoren und wissenschaftlichen Beratern. Den Vorsitz dieses Komitees führt bei allen Besprechungen der Vertreter der Geschäftsleitung der Wiener Börse.

Hauptkriterien für die Aufnahme bzw. Streichung von Aktien aus dem ATX sind die Kriterien Liquidität (Börse-Geldumsatz) sowie kapitalisierter Streubesitz. Das Liquiditätskriterium sieht vor, dass der durchschnittliche Tagesumsatz eines Aktientitels im Beobachtungszeitraum unter den 25 meistgehandelten Titeln des Prime Market liegen muss. Für eine Aufnahme in den ATX kommen nur die 25 höchstkapitalisierten Aktien ("kapitalisierter Streubesitz") in Frage. Grundsätzlich sind für die Aufnahme in den Leitindex nur jene Aktien wählbar, die bereits im Prime Market notieren. Die jeweiligen Auswahlkriterien werden vom ATX-Komitee halbjährlich (im März und September) überprüft. Als Grundlage für Entscheidungen dient die so genannte ATX-Beobachtungsliste. Sie reiht die in Frage kommenden Aktien nach den jeweiligen Auswahlkriterien.

Die Sitzungen des ATX-Komitees finden quartalsweise (im März, Juni, September und im Dezember) jeweils am Anfang des Monats statt.

Grundsätzlich wird angestrebt, dass der ATX 20 Titel umfasst. Ziel der laufenden Anpassung ist laut Wiener Börse, einen marktnahen, handelbaren und zuverlässigen Index bereitzustellen. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.9.2006)

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