Gusen-Bauern wählen Schüssel

1. Oktober 2006, 21:22
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Hofer-Prinzip - Rote Geschmacklosigkeiten

Gusen-Bauern wählen Schüssel

Das Personenkomitee "Wir für Schüssel" bemüht nun den Namen des SPÖ-Chefs für seine Mission in einem Wortspiel: Mit "Ein echter Gusenbauer wählt Schüssel" wirbt eine kleine Untergruppierung von Landwirten aus dem oberösterreichischen Ort St. Georgen an der Gusen für die Wiederwahl des Kanzlers. Vor die SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße posierten die Bauern vor einem Strohballen für die Fotografen.

Hofer-Prinzip

"Schüssel hat in Österreich das Hofer-Prinzip eingeführt", konstatierte SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer im Hinblick auf die Koalition zwischen ÖVP und der damaligen FPÖ - eine "Billigsdorfer-Koalition". Am allerliebsten sei Wolfgang Schüssel eine De-facto-Alleinregierung".

Rote Geschmacklosigkeiten

"Drehen die jetzt alle durch, sind die von allen guten Geistern verlassen", fragte sich Grünen-Chef Alexander Van der Bellen am Montag bei der Herbstklausur. Besonders ins Schussfeld geriet die SPÖ. Van der Bellen empörte sich über die Wortwahl von führenden Funktionären, etwa über den steirischen Landeshauptmann Franz Voves, der die ÖVP mit einem bösartigen Krebsgeschwür verglichen hatte, und Oberwerber Luigi Schober, wonach die SPÖ einen Napalm-Wahlkampf betreibe: "Eine größere Geschmacklosigkeit kann ich mir nicht vorstellen." (DER STANDARD, Printausgabe, 19. September 2006)

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