Traumpaar: Job und Studium

9. März 2007, 10:55
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Große Mehrheit an Vorgesetzten sehen Weiterbildungsinitivativen von Mitarbeitern positiv - Wettbewerbsfähig durch Wissensvorsprung

Das berufsbegleitende Studium gewinnt auch seitens der Unternehmen zunehmend an Bedeutung: Eine Umfrage der FH-Wien-Studiengänge der WKW zeigt auf, dass die Mehrheit der Vorgesetzten das Weiterbildungsengagement ihrer Mitarbeiter gutheißen.

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Es gibt sicher viele Gründe, Studium und Job zu kombinieren: Finanzielle Absicherung während der Lernphasen, ein vom persönlichen Ehrgeiz geschürter Selbsttest in Sachen Belastbarkeit, die unmittelbare Anwendbarkeit des Gelernten - ein Wissensvorsprung gegenüber den Kollegen im Job, der zum karrieristischen Aufstieg beitragen könnte, sind nur einige Argumente für die berufsbegleitend Studierenden. Fakt ist, dass dieses Lern-Arbeits-Modell sich zunehmender Beliebtheit erfreut, zudem es karrieretechnisch nicht die schlechteste Wahl zu sein scheint.

Letzteres wurde von den FH-Wien-Studiengängen der WKW, dem zurzeit größten Anbieter berufsbegleitender FH-Studiengänge in Österreich, mittels einer Online-Umfrage unter den berufsbegleitend Studierenden bestätigt. Von insgesamt 1100 nahmen 593 an der Befragung teil, wobei 64 Prozent der Studenten zwischen 20 und 30 bzw. 36 Prozent älter waren. 22 Prozent der Befragten arbeiten in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern, 47 Prozent in Unternehmen bis 500 und 31 Prozent in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Die erhobenen Daten überraschten wenig, gilt es doch für Unternehmen durch Wissensvorsprung wettbewerbsfähig zu bleiben. Die große Mehrheit unter den Vorgesetzten der befragten berufsbegleitend Studierenden sehen die Weiterbildungsinitiativen ihrer Mitarbeiter positiv bis sehr positiv (68,5 Prozent), wobei die "Kompetenzsteigerung für das Unternehmen oder die Abteilung und die persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter" als schlagende Argumente genannt wurden. 25 Prozent der Chefs stehen dem Mitarbeiterengagement in Sachen berufsbegleitende Weiterbildung "neutral" gegenüber, so die Umfrageergebnisse. 5,5 Prozent äußerten Bedenken: Ihre Mitarbeiter könnten zu wenig flexibel für die Aufgaben im Unternehmen werden.

Aufstiegschancen

Interessant sind die Ergebnisse hinsichtlich der Erwartungshaltungen der Befragten für ihren individuellen Karriereweg nach erfolgreichem Abschluss: "Obwohl 48 Prozent bereits im Management tätig sind", so die Umfrageergebnisse, "erwarten sich fast alle (89 Prozent) durch das Studium einen unmittelbaren beruflichen Aufstieg." Vergleichsdaten, die hier die Ansichten der Arbeitgeber widerspiegeln, waren nicht verfügbar. Bleibt zu vermuten, dass für einige Absolventen eine Enttäuschung ins Haus stehen könnte. (haa/DER STANDARD-Printausgabe 16./17.9.2006)

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