HC Strache hat gerappt und sich damit den Unmut einer ganzen Jugendkultur zugezogen - zwölf Finalisten und ihre Tracks im Überblick
Wien - Die Entwarnung vorweg: Der politische Rap hat überlebt. Irgendwo in kleinsten Nischen zwischen Musikfernsehen und Möchtegern-Gangstern existiert und gedeiht er in Österreich - wir konnten ihn bislang kaum hören, aber er ist mitten unter uns.
Kurze drei Wochen gaben derStandard.at und hiphop.at der österreichischen Rap- und HipHop-Community Zeit auf den musikalischen Erstversuch von H.C. Strache eine passende Antwort zu finden. Und sie kam. Über fünfzig Mal, in Form von sogenannten 'Disses'.
'Disrespect', Schmäh und Flow
Das umgangssprachliche Verb 'Dissen' leitet sich vom englischen 'Disrespect' ab. Disst man einen musikalischen Konkurrenten, spricht man ihm folglich den Respekt ab, man schmäht ihn und macht ihn schlecht. Der Rapper versucht seinen Gegner mit fantasievollen und möglichst wortgewandten Reimen anzugreifen, nicht nur der Inhalt ist dabei ein Kriterium, auch der Flow muss passen - je geschmeidiger der Redefluss desto höher die Qualität der Darbietung. Das Dissen wurde schon in den frühen Achtzigern zu einer Kunstform erhoben - seither ist auf eines Verlass geblieben: die Protagonisten nehmen sich kein Blatt vor den Mund.
Zwölf Finalisten
Die unerwartete Masse eingesandter Tracks zwang uns aufzustocken: aus den ursprünglich geplanten acht Finalteilnehmern wurden zwölf. Ein Dutzend Tracks, die wie eine überdimensionierte Abrissbirne auf den holprigen H.C.-Rap zurasen...
And the nominees are...
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