EU will auch Beschwerden zu Microsoft Office prüfen

6. Oktober 2006, 15:39
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Ziel der EU offener Wettbewerb, der zu mehr Innovation und niedrigeren Preisen für Konsumenten führt

Die EU-Wettbewerbskommission will auch Beschwerden zur Bürosoftware Microsoft Office prüfen. Dies erklärte die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes am Donnerstag in einer Rede in New York, nannte dabei aber keine Einzelheiten.

PDF

Microsoft hatte angekündigte, dass die nächste Programmversion, Office 2007, keine Möglichkeit zum Speichern von Dokumenten im beliebten PDF-Format enthalten werde. Die Rechte für PDF liegen beim Softwarehersteller Adobe Systems.

offener Wettbewerb

Kroes erklärte auf der Konferenz zum Internationalen Kartellrecht, Ziel der EU sei ein offener Wettbewerb, der zu mehr Innovationen und niedrigeren Preisen für Konsumenten führe. Erst am Dienstag hatte die EU Microsoft gemahnt, mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista die Anbieter von Sicherheitssoftware nicht auszuschließen. Windows Vista soll einen eingebauten Schutz vor Hackern und Schadprogrammen enthalten.

Öffnung

Im Zusammenhang mit einer Kartellklage gegen Microsoft wegen der Offenlegung der Schnittstellen des Windows-Betriebssystems für Server hatte die Europäische Union schon drastische Strafen in Millionenhöhe gegen den Konzern verhängt. Microsoft hat gegen die Entscheidung aber Berufung eingelegt.(APA/AP)

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