Der kleine Wolkenkratzer

31. Jänner 2007, 14:15
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Das Grazer Stadtwerke- Haus, oft als "erster Wolkenkratzer" der steirischen Hauptstadt bezeichnet, wird 75

Graz - Der Andreas-Hofer-Platz im Zentrum von Graz ist architektonisch gesehen ein Fleckerlteppich. An der Ecke zur Neutorgasse hin zieht allerdings ein Gebäude schnell die Aufmerksamkeit auf sich: Es ist das vor 75 Jahren vom damals unbekannten Architekten Rambald Steinbüchel-Rheinwall erbaute Stadtwerke-Haus, das eines der raren Beispiele für eine Grazer Architektur der Moderne in der Zwischenkriegszeit darstellt.

Der Grazer Steinbüchel-Rheinwall, der zuvor in München studiert und in Berlin gearbeitet hatte, gewann 1930 den Wettbewerb für diesen Bau.

Leichter Knick

Das denkmalgeschützte Haus mit seinem leichten Knick an der Stirnseite und dem "Turm", durch den das Stiegenhaus verläuft, wirkt heute noch "modern". Es wurde auch als "erster Wolkenkratzer" der Stadt bezeichnet, obwohl es nicht besonders hoch ist. Doch mit den vielen kleinen quadratischen Fenstern im oberen Teil des Gebäudes wirkt es doppelt so hoch als es tatsächlich ist.

Zum 75. Geburtstag des Baus kann man nun eine in Kooperation mit dem Studiengang Informationsdesign der Fachhochschule Joanneum entstandene Ausstellung zur Geschichte des Stadtwerke-Hauses besichtigen, die bis 20. Oktober in der Schalterhalle im Parterre präsentiert wird. (cms, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.9.2006)

  • Das Stadtwerke-Haus mit dem Turm, der höher scheint, als er tatsächlich ist.
    foto: stadtwerke

    Das Stadtwerke-Haus mit dem Turm, der höher scheint, als er tatsächlich ist.

  • Artikelbild
    foto: stadtwerke
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