Geldflüsse

25. Oktober 2006, 21:11
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Auch in der Bawag selbst waren in den vergangenen Monaten hauseigene Spürnasen unterwegs, die nach etwaigen Geldflüssen von der Bawag in Richtung SPÖ fahndeten. Neben der Aufarbeitung der Refco- und Karibik-Connections durch das "Restrukturierungsteam" hätte diese so genannte SPÖ-Finanzierungsfrage höchste Priorität genossen, erzählt man in der Bank. Vier Mitarbeiter seien dafür abgestellt gewesen.

Doch es seien nicht die geringsten Spuren gefunden worden, weder habe die Bank der SPÖ Kredite nachgelassen, noch zinsenlose Kredite gewährt.

Auf die Ergebnisse dieser Fact-Finding-Mission in parteieigener Sache dürfte auch die SPÖ nun ihre Bawag-Gegenoffensive stützen. Dazu zählt nicht nur der demonstrativ geschlossene Auftritt der roten Landeshauptleute am Samstag gegen das "schwarze Wahlkampfdrehbuch". Überlegt wird auch ein Offenlegen aller Spenden über 7000 Euro - allerdings nur, wenn die anderen Parteien mitziehen.

In der SPÖ-Wahlkampfzentrale gab es übrigens massive Differenzen darüber, wie man mit Flöttls Anschuldigungen umgehen soll. Zwei Denkschulen standen einander gegenüber: durchtauchen und mauern, oder offensiv kommunizieren. Letztlich setzte sich Volle-Kraft-Voraus-Fraktion durch. (DER STANDARD, Printausgabe, gra, tó, 18.9.2006)

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