AUA überlegt Treibstoffzuschlag

26. Juni 2000, 17:38

Tickets könnten ab September zwischen 300 und 400 Schilling teurer werden

Wien - Die heimische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) denkt über eine Erhöhung ihrer Ticketpreise nach. "Wenn die Treibstoffpreise auf diesem Niveau bleiben, müssen wir über einen Treibstoffzuschlag nachdenken", sagte AUA-Vorstandsdirektor Mario Rehulka am Montag bei einem Treffen der Vorsitzenden des Luftfahrtbündnisses Star Alliance.

Ein solcher Zuschlag könnte sich in einer Höhe zwischen 300 und 400 S (22 bis 29 Euro) bewegen, so Rehulka. Zuvor werde man noch die Halbjahresergebnisse abwarten, die etwa Mitte August vorliegen sollen. Das Erreichen der gesteckten Jahresergebnisse 2000 werde jedenfalls "sehr schwer", räumte Rehulka ein. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) soll im Konzern bei einer Mrd. S nach 510,7 Mill. S 1999 zu liegen kommen, in der AUA AG bei 800 Mill. S. Die Verkehrserträge seien im laufenden Jahr besser, die Buchungslage sei gut.

"Maßnahmen zur Ergebnissicherung"

Die AUA-Gruppe habe bereits "Maßnahmen zur Ergebnissicherung" eingeleitet, um die gestiegenen Kosten aufzufangen. Im Vorjahr wurden 1,3 Mrd. S für Treibstoff aufgewendet, heuer könnten die Kosten laut Rehulka um 600 Mill. S höher ausfallen.

Weiteres Kostensenkungspotenzial sieht die AUA unter anderem noch in den Bereichen Informationstechnologie, im gemeinsamen Einkauf sowie durch Synergien bei der Abfertigung und im Verkauf.

AUA-Gruppe verbesserte Linien-Auslastung im Mai

Im Mai haben die Fluggesellschaften der Austrian Airlines-Gruppe - AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways - eine Zunahme des Passagieraufkommens im Linienverkehr um 8,5 Prozent verzeichnet. In den Monaten Jänner bis Mai stieg das Aufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent, teilte das Unternehmen heute, Montag, Nachmittag mit. Eine Kapazitätsausweitung von 6 Prozent stand einer um 13,1 Prozent gestiegenen Beförderungsleistung gegenüber. Dadurch verbesserte sich der Passagierfaktor um 4,2 Prozentpunkte auf 66,3 Prozent. Im Charterbereich kam es dagegen bei Austrian Airlines und Lauda Air zu deutlichen Rückgängen - um 26 bzw. um 11,5 Prozent - der Passagierzahl, Tyrolean Airways verzeichnete hier ein Plus von 5,5 Prozent. (APA)

Share if you care.