Frauen- und familienfreundlichste Betriebe 1999 gekürt

26. Juni 2000, 13:11

Sickl: "Gesetze nicht unbedingt erfolgreich"

Wien - "Maßnahmen, die die Wirtschaft zwingen sind nicht immer erfolgreich" stellte Generationsministerin Elisabeth Sickl (FPÖ) bei der Auszeichnung der frauen-und familienfreundlichsten Organisationen Österreichs fest.

"Man sieht es in der Frauenpolitik. Es gibt ein Gesetz, aber die tatsächlichen Inhalte weichen vom Formalen ab. Das ist ein Zeichen, dass Gesetze nicht unbedingt das erreichen, was sie intendieren", fügte die Ministerin aus Kärnten hinzu. Um Betriebe frauen- und familienfreundlicher zu gestalten, setzt Sickl daher auf freiwilliger und kreativer Maßnahmen der Betriebe selbst sowie auf deren Vorbildfunktion. Durch die Kür der besten Betriebe würde Bewusstseinsbildung geschaffen.

Imperativ

"Wirken Sie als Beispiel in der Wirtschaft!", rief sie den Preisträgern zu. Denn manche hätten das Potenzial der Familien nicht erkannt und stünden kritisch zur Familie. Die Familie, so Sickl weiter, sei bis auf wenige Ausnahmen "die beste Betreuung in den ersten Lebensjahren eines Kindes". 90 Prozent aller Österreicher wollen ihren Nachwuchs in den "allerersten Jahren" selbst betreuen, sagte Sickl unter Berufung auf eine Studie.

Die Ausgezeichneten

Die Preisträger für 1999 ist der Dornbirner Lichtkomponentenhersteller Tridonic-Bauelemente in der Kategorie Großbetriebe. Bei den Mittelbetrieben schnitt die Wiener Beraterfirma P.E.F Consulting am besten ab. Der Tullner Werbeprofi Werbeklaus schaffte bei den Kleinbetrieben den ersten Platz.

Der Würdigungspreis für Non-Profit-Unternehmen ging an die Caritas der Diözese Graz-Seckau. Bei den öffentlich-rechtlichen Unternehmen konnte die Stadtgemeinde Klosterneuburg alle anderen abhängen. (lyn)

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