EU-Lebensmittelbehörde zu Gen-Reis: "Wahrscheinlich" keine Gefahr

10. Oktober 2006, 11:57
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Keine ausreichenden Daten für umfassende Risikoanalyse

Brüssel - Konsumenten die unwissentlich den illegal in die EU importiere Gen-Reis LL601 konsumiert haben, brauchen laut EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) "wahrscheinlich" keine negativen Folgen für ihre Gesundheit befürchten. Die verfügbaren wissenschaftlichen Daten erlaubten zwar keine umfassende Risikoanalyse, teilt die EFSA am Freitag mit. Auf Basis der vorhandenen Angaben des Herstellers (Bayer CropScience) komme die Agentur aber zu den Schluss, dass der Konsum von importiertem Langkornreis, der Spuren von LL601 enthält, "wahrscheinlich keine akute Gefahr für Menschen oder Tiere darstellt".

Der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou betonte, die vorläufige EFSA-Analyse biete "eine gewisse Sicherheit" für die Konsumenten. Er räumte ein, dass Bayer CropScience der EFSA weniger Daten übermittelt habe als normalerweise für eine Risikobewertung notwendig ist.

Mit in der EU nicht zugelassenem Gen-Reis LL601 verunreinigter US-Langkornreis ist mittlerweile in Deutschland, Frankreich und Schweden entdeckt worden. Seit Bekanntwerden der Verunreinigungen darf Langkornreis aus den USA nur noch eingeführt werden, wenn nachgewiesen ist dass keine Spuren von LL601 enthalten sind. (APA)

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