Tempo 100 auf A1: Vorläufige Einigung

5. Oktober 2006, 12:29
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Arbeitsgruppe soll Kompromiss in der Frage einer Tempo 100-Strecke zwischen Enns und Linz finden

Linz - Im Konflikt um Tempo 100 auf einem 13 Kilometer langen Abschnitt der Westautobahn (A1) zwischen Enns und Linz haben sich Staatssekretär Helmut Kukacka (V) und der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober (G) vorläufig geeinigt. Sie vereinbarten eine Arbeitsgruppe, in der Rechtsexperten eine "gemeinsame und einvernehmliche Klärung der diskutierten Rechts- und Fachfragen" anstreben sollen. Das teilten sie in einer gemeinsamen Presseaussendung am Freitag mit.

Emissionen als Grund

Anschober hatte das Tempolimit auf dem dreispurig ausgebauten Autobahnabschnitt mit Überschreitungen der Stickstoffdioxid-Grenzwerte begründet. Die Rechtslage verpflichte dazu. Gemeinsam mit der ÖVP, dem Partner in der OÖ. Landesregierung und gegen die SPÖ wurde es beschlossen. Kukacka hatte das Tempolimit mehrmals abgelehnt und dies ebenfalls mit der Rechtslage begründet.

Über die nunmehrigen Einigung hinaus prüft das Infrastrukturministerium neuerlich eine Beschleunigungsmöglichkeit für die Errichtung einer Verkehrsbeeinflussungsanlage an der Westautobahn im Bereich Linz, die bisher erst für 2009 geplant sei. Damit könnte das gemeinsame Anliegen von Bund und Land bei steigenden Schadstoffkonzentrationen mit temporären Tempolimits auszukommen, doch noch rascher verwirklicht werden, hieß es in der Presseaussendung. (APA)

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