Europäische Mobilitätswoche im Zeichen des Klimawandels

2. Oktober 2006, 13:14
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Linz - Der Klimawandel steht im Mittelpunkt der Europäischen Mobilitätswoche von 16. bis 22. September. Mehrere hundert Städte und Gemeinden in ganz Europa nehmen daran teil. Am Ende der Aktionswoche sollen die Autos einen ganzen Tag lang in der Garage bleiben, wünschen sich die Veranstalter vom Klimabündnis. Denn: "Unsere Ausfahrten sind für mehr als zehn Prozent der Treibhausgase verantwortlich", hieß es in einer Presseaussendung am Freitag.

Die teilnehmenden Kommunen organisieren Aktivitäten und Maßnahmen, um der Bevölkerung "umweltfreundliche Mobilität" nahe zu bringen. Die Palette reicht von Car-Sharing über Radwege bis zu Schul-Mobilitätsplänen. Aber auch mit dem Kauf von regionalen Produkten könne man lange Transportwege - und die damit verbundenen Emissionen - vermeiden, so das Klimabündnis.

Oberösterreich

In Oberösterreich nehmen 57 Gemeinden an der Mobilitätswoche oder am Autofreien Tag teil, auch der Oberösterreichische Verkehrsverbund und die ÖBB beteiligen sich, berichtete Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider (S) am Freitag in einer Pressekonferenz in Linz. Im Vergleich zum Autofreien Tag, der in den 70er Jahren als Reaktion auf die Ölkrise eingeführt wurde, wolle er "nicht mit Zwang, sondern mit Bewusstseinsbildung ein Umdenken bewirken". Man müsse den öffentlichen Verkehr "flächendeckend attraktiver, schneller und bequemer machen" und Pendler ermuntern, Bus und Bahn zu nutzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden, forderte Haider.

Initiative

Der Initiator der Mobilitätswoche, das Klimabündnis, ist laut Eigendefinition eine "globale Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas zwischen insgesamt rund 1.700 europäischen Mitgliedern in 16 Staaten und den indigenen Völkern der Amazonas-Regenwaldgebiete". In Österreich sind alle neun Bundesländer, 660 Städte und Gemeinden, 280 privatwirtschaftliche Betriebe und 100 Schulen Mitglied. (APA)

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