Steinpilze, Languste, Cognac

24. November 2006, 15:11
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Über gewagte und geglückte Kombinationen von Speisen und Cognac – und die Arbeit der PR-Abteilung von Remy Martin. Von Vene Maier

Auch ein Redakteur, der nur über Essen und Trinken schreiben muss, hat’s manchmal schwör. Erstens: Alles, was auf Einladung beruht, ist PR. Zweitens: Alles sollte man einmal probieren. Drittens: Darüber muss man dann was schreiben. Viertens: Schreibt man positiv, glaubts keiner. Weil Fünftens ist Erstens.

Aber lauwarm marinierter Kalbskopf mit jungen, knackig-sautierten Steinpilzen und kleinen schwarzen Oliven (die sicher einen Namen haben, den ich aber wieder mal nicht aufgeschrieben, mir also auch nicht gemerkt habe), ist als Vorspeise jetzt echt gut, und auch wenn man dazu einen Cognac trinken muss, leidet die ganze Sache nicht wirklich.

Schließlich – das muss schon gesagt werden – war der Cognac gut, um nicht zu sagen: hervorragend. Richtig komplex und vielschichtig, mit festem Körper und ungewöhnlicher Länge. Aber auch wieder kein Wunder, schließlich war es der beste und teuerste aus dem Hause Remy Martin. So ein Stamperl, wie wir es trinken mussten (pardon: durften), kostet sicher so um die 50 oder 60 Euro. Der Chef des Grand Hotel hat’s auch nicht ganz genau gewusst, aber wenn so eine Flasche vom „Louis XIII“ schon ohne Diamanten – der auf Wunsch auch eingebaut wird – so an die € 1600 kostet, kann man sich das ja irgendwie selber ausrechnen.

Aber gut. Sehr gut. Passt auch wunderbar zum Kalbskopf mit Steinpilzen. Champagner dagegen viel zu sehr im Hintergrund. Irgendwie kraftlos gegen den Cognac. Aber gut gegen den Durst. Und auch zur Languste passt das Perlenwasser, obwohl, wenn die Languste frisch ist und in Mascarpone-Schaum mit Agrumen aus Orangen und Limetten liegt, der Cognac auch diese Kombination in Wahrheit dominiert. Das muss man jetzt der ganzen PR-Abteilung von Remy einfach lassen: Sie haben gut kombiniert, mit dem Food & Beverage-Direktor Siegfried Pucher einen Mann mit viel Erfahrung und gutem Geschmack gefunden und dieser hat mit der Köchin Jaqueline Pfeiffer wiederum ein mutiges Bündel an kulinarischer Kreativität in der Küche des Le Ciel.

So kommt es, dass der „Redakteur“ nur Positives zu berichten hat und der Story noch eine Empfehlung anhängt: Das „Le Ciel“ startet am 2. Oktober ein Menü, in dem es um die möglichst perfekten Kombinationen von Speisen und Cognac geht. Da gibt es zum Preis von € 120,- vier Gänge mit Gänseleber, Makrele in Tabacksauce und Bresse-Taube mit Roquefort, zum Dessert Birne mit Bourbon-Vanille, Guanaja Milch und Schoko-Mousse (bzw. für Sparsame drei Gänge um € 90,–). Inclusive natürlich der Cognacs, alle aus dem Hause Remy Martin. Nur der „Louis XIII“ wärat extra…(Vene Maier)

  • Remy Martin Louis XIII
    foto: remy martin

    Remy Martin Louis XIII

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