Kaum einer kennt Schalle

1. Oktober 2006, 21:22
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Aufregung um "Frau Maria" - Schüssel und "HC Martin" - Westenthaler und Strache verklagt

Kaum einer kennt Schalle

BZÖ-Quereinsteiger Veit Schalle kämpft mit seinem Bekanntheitsgrad. 58 Prozent der Österreicher können mit dem Namen des Ex-Billa-Chefs gar nichts anfangen, ergab eine OGM-Umfrage für das Magazin Format. Die Grünen beobachten Schalle hingegen sehr genau: "Man merkt, dass Herr Schalle vom Mantra des neuliberalen Kampfkauderwelsch völlig umnebelt ist", analysierte Budgetsprecher Werner Kogler am Donnerstag wortgewaltig. (tó)

Aufregung um "Frau Maria"

Helle Aufregung und Empörung herrscht in der Familie von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, nachdem das Magazin News in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit einer angeblich illegalen slowakischen Pflegerin veröffentlicht hat, die behauptet, im Vorjahr Schüssels Schwiegermutter betreut zu haben. "Das Interview ist eine glatte Fälschung", echauffierte sich Manfred Ainedter, der Rechtsbeistand der Familie Schüssel. Seine Mandantschaft habe die angebliche Pflegerin nie zuvor gesehen. Rechtliche Schritte schloss der Anwalt nicht aus. News bedauert mittlerweile die Veröffentlichung des Interviews und entschuldigt sich ausdrücklich bei der Familie des Regierungschefs. (red)

Schüssel und "HC Martin"

Einen Freudschen Versprecher leistete sich Kanzler Wolfgang Schüssel bei seiner außenpolitischen Bilanzpressekonferenz am Donnerstag. Auf die Frage nach zukünftigen Koalitionspartnern hob er an: "Ein HC Martin", um sich dann zu verbessern. Weder H.-C. Strache (FPÖ) noch Hans- Peter Martin (Die Weißen) seien "verlässliche Partner". Einmal mehr kritisierte er Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, dessen Minderheitenpolitik "nicht akzeptabel" sei. Haider hatte in den Kärntner Tageszeitungen Inserate mit dem Slogan "Kärnten wird einsprachig" schalten lassen. Die Ortstafelfrage will er nach der Wahl "in Angriff nehmen". (tó)

Westenthaler und Strache verklagt

Das Wiener Integrationskonferenz-Vernetzungsbüro (WIK) wehrt sich gegen die, wie es heißt, "Instrumentalisierung von Immigranten im Wahlkampf": Das WIK verklagt BZÖ-Chef Peter Westenthaler wegen einer Aussage in der Kärnter Woche, wonach jeder zweite Asylwerber kriminell werde. Das sei eine falsche Behauptung und daher Wahlpropaganda, meint das WIK. Ebenfalls verklagt wird der Wiener FPÖ-Politiker David Lasar. Auch Grazer Migrantenorganisationen haben Klagen eingebracht, und zwar zwei gegen FPÖ-Chef H.-C. Strache und eine gegen Westenthaler. (hei, fog)

Q In Wahlkampfzeiten gewährt VP-Chef Wolfgang Schüssel gerne strategische Einblicke in sein Privatleben. 2002 ließ er sich mit dem Cello plakatieren, diesmal verschenkt er Kühlschrankmagneten mit seinen Zeichnungen. (tó/DER STANDARD, Printausgabe, 15.09.2006)

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