Belgische Finanzämter forderten 883 Millionen Euro zu viel Steuern

5. Oktober 2006, 18:40
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Fehler in Finanzverwaltung - Finanzminister: Budgetausgleich aber nicht in Gefahr

Brüssel - Belgische Finanzämter haben wegen eines Fehlers in der Finanzverwaltung 883 Millionen Euro Steuern zuviel verlangt. Der Staat verbuchte diese - nie gezahlte - Summe als Einnahme, werde dieses Jahr aber dennoch ein ausgeglichenes Budget erreichen, kündigte Finanzminister Didier Reynders gegenüber der Zeitung "Le Soir" vom Donnerstag an.

Der Ausgleich des Budgets werde erreicht, selbst wenn dafür zusätzliches Staatseigentum verkauft werden müsse, sagte der Minister weiter. Er verwies dabei auf die gute Verfassung der belgischen Wirtschaft.

Die belgische Presse hatte berichtet, dass Finanzämter wegen eines Fehlers bei der elektronischen Berechnung im Frühjahr 26 Steuerpflichtigen die astronomische Summe von insgesamt 883 Millionen Euro Steuern in Rechnung gestellt hatten. Die Behörden hätten diesen Fehler schnell bemerkt, versicherte Reynders; die Steuerpflichtigen hatten die verlangte Summen nicht zahlen müssen. Das Finanzministerium wurde aber erst Ende August informiert, so dass die vermeintlich sprudelnden Steuereinnahmen bereits verbucht waren. (APA/AFP)

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