Mediaset im ersten Halbjahr unter Druck

4. Oktober 2006, 14:42
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Berlusconis Konzern enttäuscht mit Ergebnis - Gewinnrückgang bei TV-Gruppe

Rom - Nach den glänzenden Resultaten der vergangenen Jahre zieht Mediaset, die Mediengruppen des italienischen Fernsehzaren und Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, die Handbremse. Geringere Gewinne und zunehmende Verschuldung belasten die Halbjahres-Ergebnisse der Mailänder Gruppe, deren Aktienkurs an der Börse gestern, Mittwoch, gesunken ist.

Deutlicher Gewinnrückgang

Die TV-Gruppe im Besitz der Familie Berlusconi meldete im ersten Halbjahr 2006 einen Gewinnrückgang von 22 Prozent auf 332,5 Mio. Euro. Der Umsatz fiel um 0,7 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro. Dies ist hauptsächlich auf sinkende Werbeeinnahmen zurückzuführen, die um 1,4 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro rückgängig waren. Das EBIT fiel von 797 Mio. auf 651,7 Mio. Euro.

Positive Ergebnisse meldete Mediaset dagegen im digitalen Fernsehbereich und in Spanien. Der spanische Privatsender Telecinco verzeichnete ein Umsatzwachstum von 509 Mio. auf 523 Mio. Euro. Der Gewinn kletterte von 176 Mio. auf 186 Mio. Euro. Inzwischen verschlechterte sich auch die finanzielle Lage des Konzerns. Die Verschuldung stieg von 358 Mio. auf 764 Mio. Euro.

Enttäuschend erwiesen sich hinzu die Ergebnisse der zum Mediaset-Imperium gehörenden Verlagsgruppe Mondadori. Im ersten Halbjahr 2006 fiel der Gewinn von 51,9 Mio. auf 45,1 Mio. Euro. Der Umsatz stürzte um 1,9 Prozent auf 810,1 Mio. Euro. Vor allem bei den Magazinen meldete die Verlagsgruppe Rückschläge, während im Buchbereich ein Plus von 2,2 Prozent verzeichnet wurde. Auf Mondadori lastet eine Verschuldung von 121,7 Mio. Euro, was auf die Investitionspolitik des Unternehmens zurückzuführen ist. Im Frühjahr hatte Mondadori die französische Verlagsgruppe Emap France geschluckt. (APA)

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