Richemont sieht kein Ende des Luxusbooms

4. Oktober 2006, 14:42
posten

Luxusgüterkonzern steigert Umsatz in den ersten fünf Monaten 2006/07 um 16 Prozent

Zürich - Der Luxusgüterkonzern Richemont hat den Umsatz in den ersten fünf Monaten 2006/07 (per Ende August) mit guten Verkäufen in Europa und seiner Marke Cartier um 16 Prozent gesteigert und damit über den Erwartungen der Analysten abgeschnitten. Auch für das erste Halbjahr und das gesamte Geschäftsjahr zeigte sich der für seine Zurückhaltung bekannte Konzernchef Johann Rupert optimistisch.

Ein Ende des Booms des Luxusgütermarktes scheint nicht in Sicht. Einige Analysten hatten vorab mögliche Signale für eine Trendwende nicht ausgeschlossen.

Positiver Ausblick

"Auf der Basis der bisher vorliegenden Ergebnisse in diesem Jahr, wird das Resultat für die ersten sechs Monaten gut sein und ich bin zuversichtlich für das gesamte Jahr", wurde Rupert am Donnerstag in der Pressemitteilung zitiert. Er wies allerdings auf den Währungseffekt hin, der die Profitabilität trotz Preiserhöhungen und Absicherungen (Hedging) "zu einem gewissen Grad" belasten werde. Vor allem die Stärke des Euro gegenüber dem Yen habe die Gruppe belastet und könnte sich im zweiten Halbjahr noch stärker auswirken.

Zu konstanten Wechselkursen betrug das Umsatzwachstum der in Euro abrechnenden Gruppe in den ersten fünf Monaten 18 Prozent.

Kepler-Analyst Jon Cox wertete die Hinweise auf die Währungseffekte als Vorsichtsmaßnahme, um die Erwartungen des Marktes für die Profitabilität des Konzerns nicht ins Kraut schießen zu lassen. Die Schätzungen der Analysten dürften jedoch gleichwohl erhöht werden, so Cox.

Die Richemont-Aktie wurde vorbörslich knapp ein Prozent höher indiziert.

Breakeven bei Lancel

Für die Ledermarke Lancel bestätigte Richemont, im laufenden Geschäftsjahr den Breakeven zu schaffen. Auch Alfred Dunhill, wo die Verkäufe in den letzten Monaten um zehn Prozent zulegten, sei auf dem richtigen Weg. Ein Datum für den Breakeven nannte Richemont für diese Einheit jedoch weiterhin nicht.

Richemont machte wie üblich keine Angaben zu den absoluten Verkäufen oder zum Gewinn.

Analysten hatten für die ersten fünf Monate mit einem Umsatzanstieg von 14 Prozent und zu konstanten Wechselkursen um 16 Prozent gerechnet. (APA/Reuters)

Link
Richemont
Share if you care.