"Feminale" und "femme totale"

11. Oktober 2006, 09:33
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Frauenfilmfestival in Dortmund und Köln zeigt 100 Filme aus 32 Ländern

Köln/Dortmund - Mit über 100 Filmen aus 32 Ländern will das Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) Dortmund/Köln vom 11. bis 15. Oktober das Filmschaffen von Frauen weltweit widerspiegeln. Das IFFF ist eine Fusion der Festivals "Feminale" (Köln) und "femme totale" (Dortmund). Österreich ist mit drei Kurzfilmen von Ulrike Müller ("Mock Rock"), Lia ("radio_int.14/37") sowie von Claudia Dworschak und Marion Geyer-Grois ("Wilder Westen") in der Sektion Panorama vertreten.

Das Festival lege einen "deutlichen Akzent auf die Nachwuchsförderung", sagte Festivalleiterin Beate Preisler am Mittwoch in Köln. Im Wettbewerb konkurrieren acht Erstlingswerke um den Debütfilmpreis von 10.000 Euro. Neben den Langspielfilm-Debüts zeige das IFFF "Ikonen des Independent- und Dokumentarkinos" aus Indien. Im "Panorama" laufen weitere internationale Filme aus allen Genres, darunter Dokumentationen und Kurzfilme. Im "Fokus Iran" sollen in Filmen, Diskussionen und Lesungen Arbeitsbedingungen iranischer Filmschaffender sowie die Situationen und Lebensräume iranischer Frauen thematisiert werden.

Die beiden Festivals waren 1983 ("Feminale") und 1986 ("femme totale") gegründet worden und fanden jährlich im Wechsel statt. Durch Mittelkürzungen war in den vergangenen Jahren die Existenz gefährdet. Dem war man mit der Fusion beider Veranstaltungen begegnet. Das IFFF hat den Angaben zufolge ein Budget von rund 460 000 Euro im Jahr. Es setzt sich aus Mitteln des Landes, des Bundes, der Städte Köln und Dortmund sowie der Filmstiftung NRW zusammen. Das Festival soll ab 2007 immer im Frühjahr stattfinden. Die zweite Ausgabe ist vom 17. bis zum 22. April 2007 in Dortmund geplant. (APA/dpa)

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