Akademikerquote steigt nur langsam

18. September 2007, 18:26
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Wegen demografischer Entwicklung Österreichs Tendenz ab 2015 sogar rückläufig - Auch andere Staaten kämpfen mit sinkenden Schülerzahlen

Wien - Mittel- und langfristig ist in Österreich auf Grund der demografischen Entwicklung keine große Steigerung der Akademikerzahl zu erwarten. Das zeigt die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" (Education At A Glance). Die OECD schätzt, dass es im Jahr 2015 nur um zwei Prozent mehr Hochschul-Absolventen in Österreich geben wird als 2005. Langfristig sieht es tendenziell sogar schlechter aus: 2015 wird es nämlich voraussichtlich um zwölf Prozent weniger Absolventen des Sekundarbereichs II geben - das sind unter anderem jene Personen, die mit der Matura eine Studienberechtigung erlangen.

Leichtes Aufholen möglich

Mittelfristig könnte Österreich im OECD-Vergleich bei den absoluten Absolventenzahlen leicht aufholen, da hierzulande 2015 um zwei Prozent mehr Uni-Absolventen erwartet werden als 2005. In Spanien wird mit einem Minus von 34 Prozent gerechnet, in Griechenland mit minus 24 und in Japan mit minus 21 Prozent. Im OECD-Schnitt werden um drei Prozent weniger Absolventen erwartet. Hohe Zuwachsraten werden für Schweden (plus 17 Prozent), Norwegen (plus 14 Prozent), Großbritannien und die USA (je plus 13 Prozent) prognostiziert.

Langfristig - nach 2015 - kippt dann das Bild wieder. Wegen der sinkenden Schülerzahlen werden in Österreich 2015 um zwölf Prozent weniger Jugendliche einen Abschluss der Sekundarstufe II erlangen - das sind zum Beispiel ein Lehrabschluss oder eine Matura, die erst zum Studium berechtigt.

Sinkende Zahlen

Auch andere Staaten kämpfen mit den sinkenden Schülerzahlen: So wird es in Polen, Tschechien und der Slowakei in rund zehn Jahren sogar jeweils um rund 30 Prozent weniger Absolventen der Sekundarstufe II geben als 2005, in Ungarn minus 19 und in Deutschland minus 14 Prozent, der OECD-Schnitt beträgt minus sechs Prozent. Zuwächse werden nur in Luxemburg (19 Prozent), Dänemark (15 Prozent), Norwegen, der Türkei (jeweils plus acht Prozent) und den Niederlanden (plus drei Prozent) erwartet.

Auf Grund der demografischen Entwicklung prognostiziert die OECD außerdem einen Rückgang der Gesamtausgaben für Bildung in Österreich um zehn Prozent zwischen 2005 und 2015. Das liegt etwas über der OECD-Gesamtprognose von minus sechs Prozent.

(APA)

  • Österreich drohen leere Hörsäle - auf Grund der demografischen Entwicklung wird die Akademikerquote nur langsam steigen.
    foto: standard.at

    Österreich drohen leere Hörsäle - auf Grund der demografischen Entwicklung wird die Akademikerquote nur langsam steigen.

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