Acht Tonnen Gammelfleisch in Großküchen verarbeitet

5. Oktober 2006, 12:30
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Händler hatte Berufsverbot - Bereits beschlagnahmtes Putenfleisch verkauft

Hannover - Vom deutschen Gammelfleisch-Skandal sind erstmals auch Großküchen betroffen: Ein bereits mit Berufsverbot belegter niedersächsischer Händler hat acht Tonnen schon beschlagnahmtes Fleisch an vier Großküchen verkauft. Das nicht verkehrsfähige Putenfleisch sei inzwischen verzehrt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Oldenburg, Rainer du Mesnil de Rochemont.

Der 46-jährige Fleischhändler sitzt seit Dienstag wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen gewerbsmäßigen Betruges und Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz in zehn Fällen ermittelt.

Der Händler sei 1987 erstmals verurteilt worden, weil er trotz eines befristeten Berufsverbotes mit Fleisch gehandelt habe, sagte der Staatsanwalt. Über drei Anklagen wegen Betruges und Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz, die auf Beschlagnahme von Gammelfleisch im November vergangenen Jahres in zwei seiner niedersächsischen Betriebe und einem Kühlhaus in Hamburg zurückgingen, müsse noch verhandelt werden.(APA)

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