Sun Microsystems baute 2005 in Österreich Marktanteil aus

6. Oktober 2006, 13:35
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Kooperationen mit Bildungsministerium und Gemeinde Wien

Wien - Der US-Computerkonzern Sun Microsystems hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 in Österreich erfolgreich abgeschlossen. Der Auftragseingang stieg um 50 Prozent, der Marktanteil wurde um fast zehn Prozent ausgebaut, sagte am Mittwoch Geschäftsführer Bernhard Isemann, ohne genauere Zahlen zu nennen. Eine neue Serverlinie soll vor Weihnachten das Hardware-Geschäft des US-Konzerns nochmals ankurbeln. Kooperationen im Software-Bereich gibt es mit dem Bildungsministerium und der Wiener Magistratsabteilung 14.

Open Source Produkte

Wurde das letzte Geschäftsjahr vor allem durch die Themen Identity Management und die Server-Verkäufe dominiert, so setzt Sun auch weiterhin auf Open Source, um sein Geschäft voran zu treiben. "Durch die Unterstützung zahlreicher Open Source Projekte hat sich das Unternehmen in der Community schon positiv positioniert. Das wirkt sich natürlich auch bei den Hardwareverkäufen aus", beschreibt Isemann die Gründe für das Engagement von Sun Microsystems im Bereich Open Source.

Durch die Schaffung von Open Source Anwendungen werden für diese aber im professionellen Umfeld auch Support-Strukturen benötigt. Diese werden, gegen Entgelt, ebenfalls von Sun zur Verfügung gestellt. "Support und Dienstleistungen für Open Source Produkte bzw. deren kommerziellen Ableger sind für Sun Microsystems eine wichtige Umsatzquelle", führte Sun Geschäftsführer Isemann weiters aus.

In Wien arbeitet Sun mit der Magistratsabteilung 14, dem Rechenzentrum der Gemeinde, bei der Entwicklung des Open Source Desktops zusammen. In der MA 14 selbst soll das von Sun ins Leben gerufene und unterstützte OpenOffice bis Ende des Jahres auf fast allen Arbeitsplätzen anstelle von Microsoft Office installiert sein. In den andern Dienststellen der Gemeinde Wien kann OpenOffice auf Wunsch anstelle bzw. zusätzlich zu Microsoft Office installiert werden. Etwa 1.000 der rund 19.000 Arbeitsplätze benutzen bereits ausschließlich die freie Office-Version.

Zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurde der so genannte "Schuldesktop" entwickelt, der nun österreichweit zur Auslieferung kommen soll. Zusammen mit den etablierten Lernplattformen können so auf der Basis des OpenSuSE Linux Desktops und mit Suns StarOffice, dem kommerziellen Ableger von OpenOffice, die vorgegebenen Lehrpläne an Österreichs Schulen im IT-Bereich erfüllt werden. Laut Robert Kristöfl vom bm:bwk ist damit auch der im Lehrplan vorgesehene Unterricht in zwei Betriebssystemwelten komfortabel durchführbar. (APA)

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