Weiteres Wachstum in Südosteuropa angepeilt

25. Oktober 2006, 14:16
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Seit dem Jahr 2000 sind laut Unternehmen mehr als 6 Milliarden Euro in Akquisitionen geflossen

Zagreb - Die Erste Bank Gruppe will in Südosteuropa weiter wachsen. Seit dem Jahr 2000 seien mehr als 6 Mrd. Euro in Akquisitionen geflossen, erklärte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Zagreb. Vor allem in Kroatien und Ungarn, aber auch Slowenien sei man an der Übernahme weiterer Banken interessiert. Konkrete Verhandlungen gebe es derzeit nicht.

In Kroatien setzt die Konzernmutter aus Wien auf intensive Zusammenarbeit mit der Steiermärkischen Sparkasse, die fast 44 Prozent an der kroatischen Erste hält. In Slowenien ist die Kärntner Sparkasse aktiv und federführend. Eine vor Jahren bereits diskutierte Fusion zwischen den beiden Bundesländersparkassen müsse "regional" angedacht werden. "Darüber müssen sich die beiden Ländersparkassen selbst den Kopf zerbrechen", hieß es.

Platz Drei in Kroatien

In Kroatien ist die Erste auf Platz Drei mit 600.000 Kunden und einem Marktanteil von 11,9 Prozent. Insgesamt habe man im südosteuropäischen Raum auf insgesamt 15 Mio. Kunden aufgestockt. Man habe damit eine Größe erreicht, "wo man nicht unbedingt weiter wachsen muss".

Angst vor einer "feindlichen Übername" habe man keine, sagte Sprecher Michael Mauritz der APA. Dies sei im Finanzsektor "unüblich". Es sei auch niemand an die Erste herangetreten oder habe ein Angebot gemacht. Man wolle im Interesse der Kunden und Aktionäre eigenständig bleiben mit einer starken regionalen Fokussierung. (APA)

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