Viessmann Österreich peilt 8,5 Prozent Umsatzplus an

5. Oktober 2006, 16:08
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Der Heiztechnik-Anbieter will nach einem Zuwachs von 6,5 Prozent im Vorjahr heuer stärker wachsen

Linz - Der Heiztechnik-Anbieter Viessmann Österreich peilt heuer ein Umsatzplus von 8,5 Prozent auf 29 Mio. Euro nach einem Zuwachs von 6,5 Prozent im Vorjahr an. Das berichtete Geschäftsführer Peter Huber in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz aus Anlass der Eröffnung der um drei Mio. Euro errichteten neuen Firmenzentrale in Steinhaus bei Wels am Donnerstag. Die Firma zählt sich selbst zu den "drei Topanbietern" am "heißumkämpften Markt" in Österreich.

Viessmann Österreich wurde vor dem Umzug nach Steinhaus von Wels aus geleitet. Die Zahl der Mitarbeiter soll in der Zentrale von 40 auf 45 aufgestockt werden. Dann werden zusammen mit den Niederlassungen in Wien, Graz und Innsbruck 110 Personen beschäftigt. Der Österreich-Ableger gehört zur im Familienbesitz befindlichen Viessmann-Gruppe, die rund 6.800 Mitarbeiter in zehn Werken in Deutschland, Frankreich, Kanada, Polen und China sowie Vertriebsorganisationen in 35 Ländern und 111 Verkaufsniederlassungen zählt und zuletzt zirka 1,2 Mrd. Euro umsetzte.

Unabhängig von Primärenergie

Die Firma bietet Heizungstechnik unabhängig von der Primärenergie - flüssige, gasförmige oder feste Brennstoffe, Solarenergie und Umweltwärme - an und beschränkt sich dabei aber auf den "Heizraum", also Wärmeerzeugung und -lagerung sowie Pumpen zur Verteilung, nicht aber Rohre oder Heizkörper. Sie liefert Anlagen im Leistungsbereich von 4 Kilowatt für Kleinwohnungen bis zu 20.000 Kilowatt für den Industriebereich.

Huber bezifferte das Gesamtvolumen des österreichischen Marktes mit rund 2,5 Mrd. Euro. Dabei gehe es um mehr als 70.000 verfeuernde Geräte pro Jahr. Davon entfielen etwa 45.000 auf Gas, 20.000 auf Festbrennstoffe und 7.000 auf Öl. Dazu kämen noch 6.000 Wärmepumpen und 220.000 Quadratmeter Solarfläche. Der Trend zu Heizungen mit regenerativer Energie, etwa Wärmepumpen, Solar, Hackschnitzel-und Holzpellets, sei unübersehbar. Ihr Anteil mache derzeit rund 15 Prozent aus. Das seien aber Wachstumsfelder. Nach einer "Hysterie" in Richtung Biomasse sei es allerdings zu einem Mangel an Heizholz und einem Preisanstieg gekommen, die für einen "Dämpfer" gesorgt hätten. Doch sei für die Zukunft wieder mit einer Nachfrage nach Biomasse-Heizungen auf einem "vernünftigen Niveau" zu rechnen.

Flüssige und gasförmige Energieträger würden stagnieren, davon sei Öl "stark rückläufig". Bei Neubauten machten Ölheizungen weniger als ein Prozent aus. Huber bedauerte, dass die gut organisierten Interessenvertretungen für die einzelnen Energieträger sehr stark polarisieren würden. Das sorge bei der Branche und bei den Anwendern für Verunsicherung und damit für Stillstand. (APA)

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