Der Kampf ums Leiberl

2. Oktober 2006, 10:58
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Pöck beginnt Kampf um Platz bei New York Ran­gers - Vanek ab Freitag auf dem Eis - Talent Grabner zeigte bei Camp der Canucks auf

Wien/New York - Drei österreichische Eishockey-Spieler rücken Ende der Woche in die Vorbereitungscamps der Klubs der National Hockey League (NHL) ein - Thomas Vanek, Thomas Pöck und Michael Grabner.

Erstes Sabres-Testspiel gegen Maple Leafs

Vanek geht in seine zweite NHL-Saison mit den Buffalo Sabres, der 22-jährige Stürmer ist vor dem Countdown des Conference-Finalisten der Vorsaison gesetzt. Kämpfen muss Pöck, der sich ab Donnerstag für einen Platz im NHL-Team der New York Rangers empfehlen will. Mit starken Leistungen im Rookie-Camp hat sich das 18-jährige Talent Grabner für das Camp der Vancouver Canucks qualifiziert, der Sprung in das NHL-Team wäre aber wohl zu früh.

Vanek rückt am Donnerstag ein, ab Freitag geht es auf das Eis der HSBC-Arena in Buffalo. 42 Spieler hat Trainer Lindy Ruff eingeladen, bereits am 18. September steht das erste Testspiel bei den Toronto Maple Leafs auf dem Programm. Sechs Partien bestreitet Buffalo vor dem Saisonauftakt, der die Sabres am 4. Oktober gleich zum Stanley Cup-Champion Carolina Hurricanes nach Raleigh führt.

Pöck muss fighten

Während sich Vanek keine Sorgen um einen Platz im Team machen muss, heißt es für Pöck kämpfen. In der Vorsaison schaffte der 24-jährige Verteidiger den Cut von Cheftrainer Tom Renney knapp nicht, absolvierte den Großteil der Saison im AHL-Farmteam Hartford Wolf Pack und kam nur auf acht Einsätze in der NHL. Heuer hofft er auf mehr. "Ich glaube, die Mannschaft steht zu 99 Prozent. Wahrscheinlich hat er Positionen, wo er zwei Spieler hat. Wer besser ist, den nimmt er. Ich glaube, ich bin einer davon", meinte der Kärntner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Derzeit gibt es etwa neun Abwehr-Kandidaten, Pöck hofft, dass er die Nummer vier auf der linken Position ist. "Wenn sie mich nehmen, dann nehmen sie mich. Wenn nicht, dann eben nicht. Ich will mir nicht den Kopf zerbrechen, sondern gutes Eishockey spielen. Das Ziel ist, in New York zu spielen. Ich glaube, ich bin gut genug", sagte der ÖEHV-Teamspieler, der sich zuletzt in Boston, der Heimatstadt seiner Freundin, mit rund 35 anderen Profis auf die Saison vorbereitete.

Dass Pöck wieder in New York gelandet ist, war keinesfalls festgeschrieben. Sein Agent riet ihm, den Klub zu wechseln. Doch General Manager Glen Sather legte ein Veto ein. So landete er wieder bei den Rangers. Falls die ihn aber wieder ins Farmteam schicken, würde Pöck diesmal auf der "Waiver list" landen und damit von anderen Klubs problemlos engagiert werden können. "Natürlich taugt mir New York, aber wenn es ein anderer Klub werden sollte, auch kein Problem", so der Kärntner, der bisher 14 NHL-Spiele absolviert hat.

Michael Grabner überrascht

Überraschend mit dabei, wenn die Vancouver Canucks am Donnerstag in Vernon ihr Lager aufschlagen, ist Grabner. Der 18-jährige Kärntner, der von den Kanadiern beim Draft in der ersten Runde und als Nummer 14 gezogen worden war, überzeugte in den vergangenen Tagen im Trainingscamp der Talente und darf nun mit den NHL-Spielern aufs Eis. "Mir gefällt sein Tempo und sein Talent", meinte der neue Cheftainer Alain Vigneault.

Der pfeilschnelle Stürmer freute sich über seine "Beförderung", die nur 15 der 45 Neulinge geschafft haben - Grabner als jüngster. "Es ist schon ein hohes Tempo, aber ich hatte eigentlich keine Anpassungsprobleme. Ich habe noch einige Arbeit vor mir, aber ich fühle mich von Tag zu Tag wohler", erklärte Grabner, der am Dienstag auch seinen ersten Treffer erzielte. Nun darf er sich mit Stars wie Markus Näslund messen. "Wenn ich mit den Superstars trainiere, werde ich sicher ein bisschen eingeschüchtert sein", glaubt er. Doch das will er schnell ablegen.

Dennoch wird Grabner in der kommenden Saison höchstwahrscheinlich weiter bei den Spokane Chiefs spielen. Da er erst 19 Jahre wird und auf Grund der Altersbeschränkung nicht im AHL-Farmteam Manitoba spielen darf, der Sprung in die NHL aber wohl zu früh kommt, wird es zurück in die stärkste kanadische Nachwuchsliga CHL gehen. "Da kann ich mich entwickeln", sieht er die Situation realistisch.(APA)

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    Pöck hofft auf einen Platz bei den Rangers.

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