Bittere Kost für Bundesligisten

25. Oktober 2006, 10:34
40 Postings

Wacker unterliegt Voitsberg, Sturm verlor in Kahlsdorf, Altach scheitert an Feldkirchen - Auch Parndorf und Kapfenberg draußen

Wien - Fünf Klubs der österreichischen Fußball-Bundesliga wollten in der ersten Runde des ÖFB-Stiegl-Cups am Dienstag Kurs Richtung Cup-Finale nehmen, für drei war die Reise gleich wieder vorbei. Mit Sturm Graz (0:1 gegen SC Kalsdorf), Wacker Tirol (0:1 gegen ASK Voitsberg) und SCR Altach (3:4 n.E. beim SV Feldkirchen) verabschiedeten sich gleich drei "Große" nach teils schwachen Leistungen aus dem Bewerb.

Auch der GAK sowie die SV Ried taumelten am Rand des Aus: Die "Roten Teufel" retteten sich gegen SKU Amstetten erst mit einem 2:1 nach Verlängerung in die nächste Runde, Ried stieg bei Blau-Weiß Linz erst nach einem 4:3 nach Elfmeterschießen auf. Von den zwölf Erstligisten verabschiedete sich mit Parndorf, den Austria Amateuren und Schlusslicht Kapfenberg drei Vertreter aus dem Bewerb.

Aus für Wacker, Sturm und Altach

Der FC Wacker Tirol, in der T-Mobile-Bundesliga an zweiter Position zu finden, rannte in Voitsberg nach dem 0:1 durch Andreas Strafner (61.) vergeblich und ohne Mittel dem Ausgleich nach. Die mit einer B-Mannschaft angetretenen Tiroler enttäuschten auf kompletter Linie. "Es grenzt fast an Verhöhnung, mit welcher Mannschaft Tirol hier angetreten ist. Dafür sind sie bestraft worden", meinte Voitsberg-Trainer Kiessner zur Vorstellung des Bundesligisten.

Beim 0:1 von Sturm Graz in Karlsdorf erzielte Hack vor 4.300 Zuschauern eine Viertelstunde vor Schluss nach einem Fehler von Kienzl aus einem Konter den Goldtreffer für Karlsdorf. Dabei hatten die Grazer, die mit der halben Stammelf angetreten waren, gegen den Landesligisten druckvoll begonnen, durch Rabihou (10.) nur die Stange getroffen. Nach dem Rückstand rannten die Schwarz-Weißen gegen das Tor an, vergaben noch in der Nachspielzeit die letzte Chance auf den Ausgleich.

Auch für den SCR Altach endete der "Ausflug" zum SV Feldkirchen mit einer bösen Überraschung. In einer packenden Partie drehten die Vorarlberger das Spiel nach einem 0:1-Rückstand (Friessenegger/33.) durch Jagne (65.) und Cemernjak (76.) um, Zaiser gelang aber fünf Minuten vor dem Schlusspfiff der Ausgleich. Nach einem 3:3 nach Verlängerung versagten den Westösterreichern im Elfmeterschießen die Nerven, Feldkirchen bejubelte ein 4:3 und damit den Aufstieg.

GAK und Ried taumelten

Der GAK, in Amstetten in Bestbesetzung angetreten, lag gegen den niederösterreichischen Landesligisten nach 57 Minuten durch einen Treffer von Christoph Holzer 0:1 zurück, Hassler schaffte im Duell zweier gleichwertiger Mannschaften jedoch nur elf Minuten später den Ausgleich (68.). Nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit erzielte Djokic aus einem abgefälschten Freistoß in der 101. Minute den entscheidenden Treffer.

Auch die SV Ried stand gegen Blau-Weiß Linz knapp vor dem Aus. Nach einem 3:3 nach Verlängerung samt drei Roter Karten gegen die Rieder Drechsel und Damjanovic bzw. dem Linzer Bule verwertete Verteidiger Christoph Jank den entscheidenden Elfmeter zum 4:3-Erfolg. Zuvor war Blau-Weiß bis zur 85. Minute mit 2:1 in Führung gelegen, ehe Martinez mit seinem zweiten Treffer der Ausgleich gelang.

Ebenfalls drei Erstligisten gescheitert

Von den zwölf Erstligisten verabschiedeten sich die Austria Magna Amateure (0:1 n.V. bei St. Andrä/Lavanttal), SV Kapfenberg (2:3 gegen SKN St. Pölten) und SC/ESV Parndorf (1:3 gegen SV Horn) von ihren Cup-Ambitionen. Beim 6:5-Sieg des LASK gegen die GAK Amateure war ausgerechnet Toni Ehmann, langjährige Stütze der "Roten Teufel", mit zwei Treffern einer der Matchwinner für die Oberösterreicher. Den Siegestreffer erzielte Pascal Ortner in der 92. Minute.

Red-Zac-Spitzenreiter Schwanenstadt gewann bei Kufstein ungefährdet 2:0, Der FC Kärnten sorgte beim 4:0 gegen die Admira Amateure durch einen Doppelschlag von Sand für klare Verhältnisse. Koller rettete Bundesliga-Absteiger Admira Wacker Mödling mit seinem Treffer in der 117. Minute den knappen 2:1-Sieg n.V. bei Ostligist Würmla. DSV Leoben gewann in Gleisdorf sicher 5:1, Hartberg siegte in Vöcklabruck knapp 1:0. Die Austria Lustenau (3:1 in Ritzing) gewann wie Stadtrivale FC Lustenau (4:0 in Krems). Gratkorn siegte gegen Kohfidisch 2:1.

Am Mittwoch greift Rapid im kleinen Wiener Derby gegen die Vienna ins Geschechen ein, die vier Europacup-Starter Austria Magna (Titelverteidiger), Red Bull Salzburg, Superfund Pasching und SV Mattersburg müssen erst in der dritten Runde ran. (APA)

Share if you care.