2. Oktober 2006, 11:17
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Mathias Döpfner, Vorstandschef des deutschen Zeitungsriesen Springer, hat seinen Mitarbeitern die Leviten gelesen: "Die Kundenbeziehung durchläuft eine existenzielle Krise, wenn ich mir die Verkaufszahlen, die Abozahlen, die Anzeigenumsätze unserer großen Objekte und der Printbranche insgesamt anschaue."

Deutschlands größte Boulevardzeitung "Bild" gehört dem konservativen Berliner Verlagskonzern Springer ebenso wie die Qualitätszeitung "Die Welt", die demnächst ganz auf das kleinere Tabloidformat umstellen soll.

Die linksliberale "tageszeitung" zitierte ausführlich aus Döpfners Rede vor 400 Führungskräften: "Wir sind zu sehr mit unseren eigenen Strukturen und zu wenig mit unseren Märkten beschäftigt. Wir sind zu bürokratisch. Wir sind zu langsam. Wir sind zu konventionell. Wir sind zu starr. Wir sind zu unseren Kunden einfach zu unfreundlich." Den deutschen Bauarbeiter, der sich etwa an der "Seite-1-Mieze" der Bild ergötzt, gebe es nicht mehr. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 13.9.2006)

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