Atomgegner kritisieren möglichen TIWAG-Einstieg bei EAG

5. Oktober 2006, 16:08
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Plattform "atomstopp oberoesterreich" moniert, die TIWAG sei österreichweit bekannt als DER Atomstromimporteur

Linz - Der von den Landeshauptmännern Josef Pühringer und Herwig van Staa (beide V) befürwortete Einstieg der TIWAG bei der Energie AG Oberösterreich ruft Kritik bei oberösterreichischen Atomgegnern hervor. Diesbezügliche Aussagen kamen am Dienstag von Atomgegnern und der SPÖ Oberösterreich.

Die Plattform "atomstopp oberoesterreich" erklärte in einer Presseaussendung, die TIWAG sei österreichweit bekannt als DER Atomstromimporteur - über zehn Prozent Atomstrom beziehungsweise über 25 Prozent liefere sie ihren Stromkunden frei Haus, erklärten die Atomgegner unter Berufung auf homepages von E-Control und Global 2000.

Atomstromimport

Diesen Atomstromimport sichere sie sich mit Direktzahlungen an den deutschen Atomstromkonzern E.ON. Im Jahr 2005 habe die TIWAG 5,1 Millionen Euro für die Beschaffung von Atombrennstäben und für die Entsorgung von abgebrannten Brennstäben an die E.ON gezahlt, die an Atomkraftwerken in Süd-Deutschland beteiligt sei. Mit der in Aussicht gestellten Beteiligung der TIWAG an der Energie AG setze Pühringer das beherzte Anti-Atom-Engagement des Landes Oberösterreich aufs Spiel.

Dem schloss sich der Obmann des SPÖ-Landtagsklubs Karl Frais in einer Presseaussendung an: Eine Partnerschaft mit der TIWAG würde eine massive Schwächung des oberösterreichischen Anti-Atom-Kurses in Europa bedeuten. Er appelliere daher an Pühringer, der Kooperation mit der TIWAG eine Absage zu erteilen.

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