Heinzel-Gruppe startet in Estland

5. Oktober 2006, 16:08
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Zellstoff-Fabrik des heimischen Papierkonzerns ist zweitgrößte jemals getätigte Auslandsinvestition in dem baltischen Land

Tallinn - Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist am Wochenende im estnischen Kunda eine neue Zellstoff-Fabrik des österreichischen Papierkonzerns Heinzel eröffnet worden. Bei der Fabrik AS Estonian Cell mit einer jährlichen Produktionskapazität von 140.000 Tonnen handelt es sich um das zweitgrößte jemals in Estland getätigte Auslandsinvestment.

An dem Joint Venture unter Federführung der Österreicher sind zu je einem Drittel auch die norwegische Larvik Cell und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) beteiligt. Der Großteil der 153 Mio. Euro für die Errichtung der Fabrik wurde von der RZB finanziert, einer der Technologie-Zulieferer war die Andritz AG. Weitere Ausrüstungen kamen aus Schweden und Finnland.

Ausbau der Produktion

Estonian Cell hat die Produktion mit einer Belegschaft von 83 Personen begonnen. Aus Unternehmenskreisen verlautete, dass grundsätzlich an einen Ausbau der Produktion gedacht und an dem im Nordosten Estlands gelegenen Standort dafür auch ausreichend Platz vorhanden sei. Das Werk in Kunda hat derzeit eine deutlich kleinere Kapazität als andere Zellstoff-Fabriken der Heinzel-Gruppe. Das Werk im obersteirischen Pöls etwa wurde in den vergangenen Jahren auf eine Produktionskapazität von 430.000 Tonnen erweitert.

Wirtschaftsminister Edgar Savisaar betonte bei den Eröffnungsfeierlichkeiten die Bedeutung der Investition für das Wiederauferstehen der estnischen Zellstoff- und Papierindustrie-Tradition. Die gesamte Produktion aus Kunda soll in den Export gehen - nach Angaben des Unternehmens großteils nach China und in verschiedene EU-Länder wie Deutschland und Frankreich. Das Marketing und der Vertrieb von Estonian Cell laufen über den Heinzel-Konzern. (APA)

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