Billa-Radio per Satellit

9. Oktober 2006, 14:31
2 Postings

Telekom Austria sorgt für den Ton in neuen Ost-Märkten

Radio Max betönt seit Längerem die heimischen Kunden der Rewe-Supermärkte Billa, Merkur und Bipa beim Einkauf. Jetzt soll das Einkaufsradio auch in den Billa-Märkten in sechs osteuropäischen Ländern erklingen, für die Verteilung per Satellit wird die Telekom Austria (TA) sorgen.

Das Prinzip, erläutert der bei der TA für Großhandel verantwortliche Josef Trimmel, ist einfach: Über die Erdfunkstation im steirischen Aflenz wird "Radio Max" auf den Satellit gebeamt, von dort als Satellitenradio zurück in die jeweiligen Regionen. Eine "Schüssel" bei den Supermärkten empfängt das Signal. Dabei wird der auch für Satelliten-TV entwickelte Digitalstandard DVB-S (Digital Video Broadcast Satellite; DVB-T ist der für die terrestrische Verbreitung verwendete Standard) verwendet.

"Das ermöglicht, dass wir gleichzeitig sechs Kanäle auf einem Band ausstrahlen, die nach Sprachen oder unterschiedlichen Angeboten der einzelnen Länder differenziert werden können", erklärt Trimmel gegenüber dem STANDARD. Der Vorteil der Satelliten-Distribution: Auch in Regionen mit schlechter Leitungsinfrastruktur kann das Radio dadurch leicht empfangen werden, und es ist leicht skalierbar: Einmal eingerichtet kann eine beliebige Anzahl von Filialen zu gleichem Kostenaufwand versorgt werden.

Ab zehn Filialen soll sich die Satelliten-Distribution für Billa positiv rechnen. Wie bei anderen Privatradios sorgt auch beim Einkaufsradio der Verkauf von Werbezeiten für die Finanzierung. Nach Angaben von Billa gebe es messbare Verkaufsunterschiede zwischen Filialen mit und ohne "Radio Max", die für das Einkaufsradio sprechen.

Vor Ladeneröffnung und nach Ladenschluss verwandelt sich das Billa-Satellitenradio zum Unternehmenssender: Mit Botschaften zur Mitarbeitermotivation, Vorbereitung für den Tag oder internen Informationen. Mit ihrer Erdfunkstelle in Aflenz ist die Telekom Austria einer der führenden Anbieter von Satellitenverbindungen nach Osteuropa, den Mittleren Osten und Afrika. (Helmut Spudich/DER STANDARD, Printausgabe, 12.9.2006)

Share if you care.