Soziales Füllhorn über Kärnten

1. Oktober 2006, 21:22
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T-Shirts für echte Rote - Parteien als virtuelle EU-Muffel

Soziales Füllhorn über Kärnten

Klagenfurt Rot und Orange wetteifern mit neuen Sozialleistungen in Kärnten. SPÖ-Chefin Gaby Schaunig will eine Erhöhung des Landespflegegeldes um 15 Prozent. "Das wäre gemessen am Bundespflegegeld eine Sensation und beispielgebend für ganz Österreich", meint dazu der Präsident des Österreichischen Pensionistenverbandes, Karl Blecha, derzeit auf Kärntner Wahlkampftour. Kärntens oranger Landeshauptmann Jörg Haider dagegen möchte mit seinem Sozialpaket, bestehend aus Müttergeld, Babygeld und Heizkostenzuschuss punkten. Über beides soll heute, Dienstag, in der Kärntner Landesregierung abgestimmt werden. (stein)

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T-Shirts für echte Rote

Für alle, die ein unübersehbares Zeichen für einen politischen Wechsel in Österreich setzen wollen, haben nun auch die Jungen Roten auf ihrer Homepage das Passende parat: T-Shirts mit den Aufdrucken "WienerInnen wählen rot", "Zuagraste wählen rot", "StudentInnen wählen rot", "ArbeitnehmerInnen wählen rot" und "Kreative wählen rot". Was all jene machen, die nicht unter die eben beschriebenen Kategorien fallen, verraten die Jungen Roten allerdings nicht. (red)

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Parteien als virtuelle EU-Muffel

Seit April gibt es im Internet eine eigene EU-Domain, also Homepages mit der europäischen Endung ".eu". Die einzige österreichische Partei, die bereits eine Web-Präsenz auf der EU-Domain hat, ist die FPÖ. Die Großparteien ÖVP und SPÖ haben sich ihre EU-Domains nicht registriert. Unter www.gruene.eu kommt man zu Informationen über die europäischen Grünen, unter www.hpmartin.eu befindet sich lediglich eine vorläufige Website, die auf einen Privatmann registriert ist. Komplizierter ist die Lage beim BZÖ. Unter www.bzoe.eu gelangt man zur Seite eines "Hotel Kristall" in Großarl, das mit einem Orangen Schriftzug "BZÖ" wirbt, der dem Logo der Partei zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Buchstaben sollen laut Homepage für "Berge zum Erleben in Österreich" stehen. Der Hotelchef Johannes Hettegger sagte, er habe das Logo "als Gag an das Parteilogo angelehnt", sei aber "kein Freiheitlicher" oder habe sonst etwas mit dem BZÖ zu tun. Die Website bzoe.eu habe er sich registriert, "weil sie eben noch frei war". (red/DER STANDARD, Printausgabe, 12.9.2006)

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