Museen und Ausstellungen auf wissenschaftlicher Basis designen

9. März 2007, 11:04
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FH Joanneum: Wirtschaft tendiert zur szenischen Darstellung - Neues Masterstudium eingerichtet

Eingerichtet habe man das neue Masterstudium für "Ausstellungs- und Museumsdesign" (AMD) als Reaktion auf die Entstehung neuer Berufsfelder "in der inhaltlich anspruchsvollen Präsentation von Objekten und Produkten", informiert die Grazer Fachhochschule Joanneum. Betroffen seien davon Ausstellungen im musealen Kontext genau so wie Messen jeder Art und Firmenpräsentationen. Die "traditionellen Ausbildungswege" würden den fortschreitenden Entwicklungen dieses Bereichs oft nicht gerecht, ist Studiengangsleiter Karl Stocker überzeugt.

Wachsender Markt

Dabei lässt sich als Beleg der Notwendigkeit etwa auf die weltweit stetig wachsende Zahl der Museen - und deren Besucher - verweisen, samt deren entsprechend steigender Wichtigkeit in der Forschungs- und Kulturpolitik der Europäischen Union. Die Tendenz, Produkte unter der Nutzung szenografischer Methoden professionell zu präsentieren sei jedoch auch in der Wirtschaft eindeutig zu beobachten.

Den Schwerpunkt des postgradualen Lehrgangs bildet die Vermittlung von Inhalten mittels visueller Kommunikation und die zweckdienliche Darstellung von Objekten in Räumen. Historische und aktuelle Zusammenhänge im Museumswesen sollen dabei nicht zu kurz kommen, weshalb Themen wie Museumsorganisation und -management neben dem Wissen um den richtigen Aufbau einer Sammlung (sowie deren sinnvolle Bewirtschaftung) eine zentrale Rolle im AMD-Curriculum spielen.

Die Absolventen der viersemestrigen Ausbildung, die mit der Verleihung eines "Master of Arts" (MA) abschließt, sollen ihre Erfolge am Arbeitsmarkt gleichsam als Freiberufler wie als Angestellte verbuchen können.

Das Studium wird sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend angeboten, pro Semester stehen 15 Plätze zur Verfügung. (mad/DER STANDARD-Printausgabe 09./10.9.2006)

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