Koren: Gespräche wieder aufnehmen

4. Oktober 2006, 10:57
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WKÖ-Außenhandelschef Koren: Bekenntnis zu Effizienz als wichtigste "neue" Energiequelle bringt Chancen für österreichische Unternehmen

Helsinki - Die EU und eine Reihe asiatischer Staaten (ASEM) treten gemeinsam für einen Abschluss der ausgesetzten Doha-Runde der Welthandelsgespräche ein. Im Interesse der Geschäftswelt in Asien und Europa sollten die Gespräche möglichst rasch wieder aufgenommen und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden, erläuterte der Leiter der Außenhandelsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Walter Koren, in Helsinki die am Montag beschlossene Erklärung des 10. Asien-Europa Businessforums (AEBF10).

Daneben sind unter den beschlossenen Punkten für Österreich laut Koren zwei weitere von besonderer Bedeutung: einerseits der Kampf gegen nicht-tarifäre Handelshemmnisse, die für Unternehmer hohe Kosten verursachten, und andererseits das Bekenntnis zur Erhöhung der Energieeffizienz als "beste Energiequelle der Zukunft". Koren zufolge sind die Handelshemmnisse ein Problem insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe, die nicht nur die Unternehmenslandschaft in Österreich, sondern in ganz Europa prägten. Politiker seien sich dessen oft nicht so bewusst. Die Thematik sei zwar spröde, "aber sie betrifft uns alle", so Koren.

Energie-Effizienz als Energiequelle

Hinsichtlich der Priorisierung gesteigerter Energie-Effizienz als "Energiequelle", wie dies von chinesischer Seite vorgeschlagen worden sei, ergäbe sich auch für österreichische Unternehmen ein großes Potenzial. Koren, der auch als stellvertretender Chef der Handels-Arbeitsgruppe fungierte, sagte, dies bringe "große Chancen" in den Bereichen erneuerbaren Energien sowie Energie sparende und die Effizienz steigernde Technologien mit sich.

Weiters besprachen die mehreren hundert Wirtschaftsvertreter aus Asien und Europa in Helsinki die Herausforderungen der Globalisierung an die Wirtschaft und an die Wettbewerbsfähigkeit. Das nächste Asien-Europa Businessforum findet im Rahmen des siebten ASEM-Gipfels in zwei Jahren in China statt.

Die Unternehmensführer aus Europa und Asien haben sich zudem für einen besseren Schutz gegen Raubkopien und Produktpiraterie ausgesprochen. In beiden Wirtschaftsregionen müssten die Regierungen wirksame und effektive Patentsysteme aufbauen, heißt es laut dpa in einer Erklärung, die am Rande des ASEM-Gipfels verabschiedet wurde. Außerdem müsse stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, welche Schäden Produktfälschungen und Raubkopien verursachten. (APA)

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    Walter Koren, Leiter der Außenhandels­organisation der WKÖ.

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