Hunderttausend bei der Pariser Pride-Parade

24. Juni 2000, 20:52

Schutz von Lesben und Schwulen vor Diskriminierung und Verfolgung wurden gefordert

Paris – Hunderttausend Lesben, Schwule und Transgender Personen – z.T. extravagant kostümiert – zogen in einer Parade zum Christopher Street Day durch die Straßen von Paris, gesäumt von 100.000 bis 130.000 ZuseherInnen. Angeführt wurde sie von einem Favoriten für den Bürgermeisterposten. Der Sozialist Bertrand Delanoe hatte sein Coming-Out 1998 und kandidiert nächstes Jahr für seine Partei. Er liegt in zahlreichen Umfragen vorne.

Foto: APA/AFP

Überall waren die traditionellen Farben der Regenbogenfahnen zu sehen. Das diesjährige Thema war der Ruf nach strengeren Gesetzen, um Lesben, Schwule und Transgender Personen vor Diskriminierung und Verfolgung zu schützen. Manche Gruppierungen forderten auch das Recht auf Kinderadoption, was Umfragen zufolge von 63 Prozent der französischen Öffentlichkeit abgelehnt wird.

Vergangenes Jahr waren in Frankreich Gesetze erlassen worden, die Lesben, Schwulen und Transgender Personen teilweise eheähnliche Rechte brachten. In Paris, wo immer mehr Szene-Bars und –Cafés entstehen, ist ein lesbischwuler Lebensstil akzeptiert. In ländlicheren Gebieten jedoch müssen sich Lesben, Schwule und Transgender Personen leider nach wie vor verstecken. (Reuters/dy)

  • Bild nicht mehr verfügbar
  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.