Kapsch TrafficCom will bald an Wiener Börse

8. Oktober 2006, 18:20
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Emissionskonsortium schon fix - 70 bis 100 Mio. Euro Emissionsvolumen - Weitere Börsekandidaten: Bene, Kandia-Excelent, Meinl Airport International

Wien - Die auf Verkehrstelematik im Bahn- und Straßenverkehr spezialisierte Kapsch TrafficCom soll demnächst an die Wiener Börse kommen. Auch ein Börsegang des Mautspezialisten wie auch des Büromöbelherstellers Bene stehe kurz bevor, berichtet der "Kurier" (Freitagsausgabe). Beide Emissionen sollen ein Volumen von jeweils 70 bis 100 Millionen Euro haben. Noch ein bis zwei weitere Unternehmen könnten in den nächsten Wochen an die Wiener Börse kommen.

Bei Kapsch gebe man sich zwar noch zugeknöpft - "ist derzeit nicht aktuell" -, das Emissionskonsortium soll jedoch bereits festgelegt sein, schreibt die Zeitung. Dem Vernehmen nach brauche Kapsch das Geld für weitere Auslandsexpansionen. Außerdem sei die Gelegenheit, sich frisches Geld vom Kapitalmarkt zu holen, derzeit äußerst günstig. Im Geschäftsjahr 2005/06 habe Kapsch bei rund 50 Mio. Euro Umsatz knapp 20 Mio. Euro Gewinn eingefahren. Die Eigentümer, die Familie Kapsch, bekam 10 Mio. Euro Dividende.

Kurszettel wird noch länger

Schon in den nächsten Wochen könnte der Wiener Kurszettel erneut länger werden. "Heuer werden noch zwei bis drei, wenn nicht sogar vier Unternehmen neu kommen", kündigt Börse-Vorstandsmitglied Heinrich Schaller an. Nummer drei und vier der Neuzugänge kommen aus dem Meinl-Reich. Der rumänische Süßwaren-Hersteller Kandia-Excelent, die der Meinl-Investmentholding Fulcrum gehört, soll spätestens im Oktober an die Wiener Börse kommen. Und ebenfalls noch heuer will Bankchef Julius Meinl mit seiner "Meinl Airports International AG" an der heimischen Börse landen. Diese Gesellschaft beteiligt sich an Flughäfen in Osteuropa.

"Wir würden gerne sieben Neunotierungen pro Jahr erreichen, das könnten wir heuer schaffen", so Schaller. Mehr als zehn Mrd. Euro haben sich heimische Unternehmen heuer schon von Anlegern via Wiener Börse geholt. Das meiste davon entfiel auf Kapitalerhöhungen. Mit dem Autozulieferer Polytec, dem Lichtkonzern Zumtobel und der österreichischen Post konnte die Börse auch drei Neuzugänge verbuchen. (APA)

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