Ecker: "Der internationale Druck ist draußen"

9. Oktober 2006, 16:41
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Erste Medientrupps haben Wien bereits verlassen - "Paparazzi-Horden" geben Ruhe - Warnung an "Heuschrecken", die versuchen, Profit aus Kampuschs Geschichte zu schlagen

Dietmar Eckers Mission ist mit dem öffentlichen Auftritt von Natascha Kampusch vom Mittwoch beendet. Das Vorhaben, mit dem Interview den Druck von dem Entführungsopfer zu nehmen und sie vor der Verfolgung durch Paparazzi zu schützen, sei geglückt, wie der derzeit äußerst gefragte Medienberater der APA sagte. "Es ist gelungen. Die ersten internationalen Medientrupps haben Wien bereits wieder verlassen."

Er habe nach der Veröffentlichung der Interviews mit großen internationalen Medienanstalten gesprochen, deren Wissensdurst nun vorerst gestillt sei und die Verständnis für Kampusch' Bedürfnis nach Ruhe gezeigt hätten, erklärte Ecker. "Der internationale Druck ist draußen", konstatierte er. Auch die "Paparazzi-Horden" würden nun, nachdem das Gesicht des berühmten Entführungsopfers bekannt ist, "Ruhe geben".

Befürchtungen wegen großem Schwarm an "Heuschrecken"

Befürchtungen hegt der Berater allerdings, dass nach dem Medienhype nun der große Schwarm an "Heuschrecken" auftaucht, die an Natascha Kampusch verdienen und "sich die Geldkoffer füllen wollen". Wen genau Ecker dabei im Auge hatte, wollte er nicht konkretisieren, betonte aber, dass Kampusch weder bei "lustigen Events" auftreten werde noch für irgendwelche Fotostrecken zur Verfügung stehe.

"Es reicht", betonte Ecker. "Ich will keine Vertragsvorschläge oder sonstige Ideen mehr sehen. Das ist als eine Art öffentliche Warnung zu verstehen," sagte er und kündigte an, gegen diejenigen, die nun versuchen, Profit aus der Geschichte zu ziehen, "aggressiv" vorzugehen. Für Ecker selbst ist "mein Job nun beendet". Als Privatmensch werde er aber versuchen, den Ärzten zu helfen, dass Natascha Kampusch jetzt zur Ruhe kommt. In den nächsten Wochen solle es laut Ecker keine weiteren Auftritte der 18-Jährigen geben. (APA)

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