Hintergrund: Mitgliederzahlen sinken konstant

Wer KPÖ-Mitglied werden will, hat es nicht leicht

Die KPÖ gibt es seit 1918. Sie versteht als Fortsetzung der jahrhundertealten Tradition des Widerstandes gegen Ungerechtigkeit und soziale Missstände in Österreich.

Die Kommunisten sehen sich als die "politischen Erben des Bauernkrieges von 1626, der Arbeiterbewegung, der Rätebewegung 1918/19 und des Februaraufstands 1934." Der Widerstand gegen den Hitlerfaschismus 1938-45, der Oktoberstreik 1950, die Friedensbewegung der 80er Jahre, die Bewegungen gegen EU-Beitritt und Sozialabbau in den 90er Jahren sind laut Partei-Webseite Bezugspunkte für die Tradition der KPÖ.

KPÖ-Mitglied kann man laut Partei-Webseite werden, indem man ein Beitrittsformular ausdrückt und ausgefüllt per Post einschickt, faxt oder mailt: "Wir melden uns dann bei Ihnen, um gemeinsam über die weitere Vorgangsweise zu sprechen." Wieviele UnterstützerInnen sich von dieser Hürde nicht abschrecken ließen, ist nicht ganz klar: Das Handbuch "Politik in Österreich" nennt für 2004 einen Mitgliedsstand von 3.500, - das sind 13 Prozent der WählerInnen bei der letzten Nationalratswahl (1949 waren es 150.000 Mitglieder, also etwa 70 Prozent der WählerInnen).

Entwicklung der Mitglieder- (letzte Angabe 1979) und WählerInnenzahlen laut KPÖ:

Wähler, Mitglieder und Organisationsgrad

Jahr

Wähler

Wähler in Prozent

Mitglieder

Organisationsgrad in Prozent der Wählerstimmen

1979

45,280

0,96

17,000

37,54

1983

31,192

0,66

???

???

1986

35,104

0,72

???

???

1990

25,682

0,55

???

???

1995

13,689

0,29

???

???

1999

22,016

0,48

???

???

2002

27,568

0,56

???

???

(red)

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