"Alexander" - Grazer Institut testet neues Online-Informationsportal

Redaktion, 13. September 2006 13:31

Lexikon und aktuelle Daten abrufbar - höhere Qualität der Beiträge und erweiterte Suchmöglichkeit als Wikipedia

An einem neuen Online-Informationsportal arbeitet derzeit das Institut für Informationssystem und Computer Medien (IICM) der Technischen Universität Graz. Aus dem Projekt "Alexander" soll ein System hervorgehen, das lexikalische Daten und aktuelle Informationen verbindet und dem Benutzer online zugänglich macht. Als Hauptquellen stehen der Brockhaus und die Tageszeitung "Die Presse" bereit. Dem User soll es auch möglich sein, in Form von Fragen nach Daten zu suchen.

Wer will

"Der Alexander Testversuch - wer will mitmachen?" Mit diesen Worten rief die TU Graz am Mittwoch in der "Presse" Interessierte auf, sich am Pilotversuch für das neue Online-Informationsportal zu beteiligen. Den Teilnehmern würden "umfangreiche und qualitativ hochwertige Datenbestände" kostenlos angeboten. Damit stünden ein großes Nachschlagewerk und viele aktuelle Informationen zur Verfügung.

Angereichert

"Alexander" sei ein Online-Lexikon angereichert mit aktuellen Informationen, erklärte Hermann Maurer, Vorstand des IICM. Darüber, es als eine Art Wikipedia zu bezeichnen, zeigte sich Maurer im APA-Gespräch nicht sehr erfreut: Zu den wesentlichen Unterschieden gegenüber dem Online-Lexikon gehöre die hohe Qualität der Daten durch die beiden Hauptquellen Brockhaus und "Die Presse", die Tatsache, dass jeder Benutzer zwar selbst Artikel verfassen, aber bestehendes Material nicht verändern kann, sowie die Möglichkeit, auch in Form von Fragen nach Daten zu suchen.

11. September

Die Testphase beginnt ab 11. September und dauert vier Monate. Ziel sei es, das Benutzerverhalten zu überprüfen, so Maurer. Nach Abschluss sollen mögliche Verbesserungswünsche der Teilnehmer berücksichtigt und eine Adaptierungen des Systems erfolgen. Mit 500 bis 800 Testern rechnete Maurer - Voraussetzung für eine Anmeldung zum Testversuch sei es, "Die Presse" bereits "einmal in der Hand gehabt zu haben".(APA)

meinungstraeger
11.09.2006 16:46
mehr infos bitte...

aus diesem artikel sind für mich (noch) zu wenig einzelheiten und wirkliche vorteile ersichtlich bzw. wird nichts über die dahinter stehende technologie verraten. soll der benutzer generell keine bestehenden artikel bearbeiten dürfen oder nur die artikel aus den hauptquellen? wenn der benutzer einen artikel verfaßt, muss dieser dann erst von einer instanz, die nur qualitativ hochwertige artikel zuläßt (man will ja nicht mit der wikipedia verglichen werden), überprüft werden? wenn ja, wie soll das funktionieren? meiner meinung nach, wird hier zwar die nutzung, aber nicht die aktive mitarbeit bei der verfassung eigener artikel angestrebt. das heißt, der brockhaus und die presse haben ein neues medium, um (entgeltlich) informationen anzubieten

Thomas Kemmer
11.09.2006 14:54
Ein weiterer Beitrag

aus unserer beliebten Rubrik "Dinge, die die Welt nicht braucht".

G.O.
11.09.2006 12:08
Hatte "Die Presse" schon mehrmals in der Hand ...

... und bin daher mit guten Gründen weder interessiert an dem Mitmach-Angebot, noch am Endprodukt. Dass Benutzer dort "bestehendes Material" nicht verändern können, wundert mich nicht; "Die Presse" hat von den Sachfehlern, auf die ich sie zu Testzwecken manchmal hingewiesen hatte, keinen einzigen richtig gestellt.
Die les´ ich nit mehr, und ihre Klone auch nit.

Michl52
06.09.2006 21:55
Im Link http://alexander.iicm.edu/anmeldung steht:

Achtung:
Dieses Angebot gilt nur für Leser der Tageszeitung "Die Presse".

phatsphere
06.09.2006 23:45

schaut eher nach service/werbung aus. würd mich nicht trauen vollmundig gegen die wikipedia anzutreten - da wirds weder knapp 200 sprachen noch millionen artikel geben. so eine gewaltige gruppendynamik kann nicht für presse-leser only einfach so eingepflanzt werden.

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