AK mit Kritik am Lebensmittelgesetz

5. Oktober 2006, 12:30
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Zahl der Fleischkontrollen gesenkt statt erhöht

Wien - Kritik am Lebensmittelgesetz übte die Arbeiterkammer am Mittwoch in Zusammenhang mit dem Auftauchen von "Gammelfleisch". "Das seit heuer geltende Lebensmittelgesetz reicht nicht aus, um die Interessen und die Gesundheit der Konsumenten wirksam zu schützen", kritisierte AK-Konsumentenschützer Harald Glatz.

Statt mehr Kontrollen gebe es weniger, so die AK: Das Gesundheitsministerium lasse nur noch zwischen 37.000 und 38.000 Proben ziehen, das seien um fünf Prozent weniger als im Jahr 2000. "Die Arbeiterkammer fordert endlich Verbesserungen der Lebensmittelkontrolle und wirksame Strafen für Lebensmittelsünder", hieß es in einer Aussendung.

Die AK will außerdem wirksamere Strafen. Zudem sollten Unternehmer selbst für Verstöße gerade stehen und nicht - "wie es derzeit üblich ist" - die Filialleiter. Nachkontrollen sind nach den Vorstellungen der Arbeiterkammer über einen bestimmten Zeitraum auf Kosten des Unternehmens durchzuführen. Bei schlechten Kontrollergebnissen müssten die betroffene Firma, der Hersteller und das beanstandete Produkt öffentlich genannt werden. Schließlich sollten die Unternehmen nicht nur gegenüber der Aufsichtsbehörde auskunftspflichtig sein, sondern auch gegenüber Verbrauchern. (APA)

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