Proben aus Niederösterreich in Ordnung

5. Oktober 2006, 12:30
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Kranzl: Kein Betrieb mit verdorbener Ware beliefert

St. Pölten - Entwarnung im Zusammenhang mit dem "Gammelfleisch" gibt es aus Niederösterreich: Bei den bisher untersuchten Proben aus dem betroffenen Betrieb in Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten) gab es keinerlei Beanstandungen, zwei Proben waren noch ausständig, hielt Konsumentenschutz-Landesrätin Christa Kranzl (S) am Mittwoch fest. Das Pressegespräch bei Firma Teufner in Reidling sollte anhand eines "Vorzeigebetriebes" unterstreichen, dass unzählige Unternehmen sämtliche Auflagen erfüllen.

Wie Kranzl betonte, handelt es sich bei dem Skandal in Deutschland um zwei verschiedene Faktoren. Das NÖ Unternehmen sei in die Causa um in Deutschland umetikettierte Ware ohne Verschulden "hineingeschlittert": Der Betrieb habe abgelaufene Ware freiwillig selbst aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt sind 15 kg Hühnchen-Nuggets, 14 kg Fleisch und 215 kg Burger beschlagnahmt und zur Tierkörperverwertung gebracht worden. Hingegen sei kein einziger Betrieb im Bundesland mit "Gammelfleisch" beliefert worden. Erste Meldungen, ein Wiener Neustädter Betrieb befinde sich auf der Verteilerliste, stimmte nicht, dabei handelte es sich um einen Wiener Betrieb.

Kranzl ortet allerdings Lücken in der gesetzlichen Handhabung. So gebe es im Lebensmittelsicherheitsgesetz keine Vorgabe, dass abgelaufene Ware vom Unternehmen verpflichtend zu entsorgen sei. Weiters merkte die Landesrätin an, dass im Bundesland 19 Organe 60.000 Betriebe zu kontrollieren haben - im vergleich dazu gebe es in Wien 90 Kontrollorgane. (APA)

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