Reaktionen auf Rektoren-Wünsche

20. Oktober 2006, 10:06
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Gemischte Gefühle bei ÖH - SPÖ: "Sehr gerne, meine Herren, aber.."

Wien - Gemischte Gefühle löst der "Wunschzettel" der Rektoren an die kommende Regierung bei der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) aus. Die Forderung nach Aufstockung der Uni-Mittel sowie nach einer Eindämmung der Uni-Lehrgänge und Privatuniversitäten unterstützen die Studentenvertreter - "inakzeptabel" sei aber eine Studienplatzbewirtschaftung: Dies heiße "nichts anderes als mehr Zugangsbeschränkungen und weniger Studierende", kritisierte ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ).

Selbst mitfinanzieren wollen die Studentenvertreter eine Aufstockung der Uni-Mittel aber nicht: Sie bestehen weiter auf einer Abschaffung der Studiengebühren.

SPÖ zu Forderungen

In weiten Teilen erfüllen will die SPÖ die Anliegen der Uni-Chefs. "Was die Rektoren heute fordern, könnte aus dem Uni-Programm der SPÖ stammen. In diesem Sinne: 'Sehr gerne, meine Herren Rektoren!'", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal in einer Aussendung. Allerdings versteht die SPÖ Studienplatzbewirtschaftung ein wenig anders: Bis Österreich international mithalten könne, müsse es jedes Jahr mehr Studienplätze und mehr Arbeitsplätze für Nachwuchs-Wissenschafter geben.

Auch die Möglichkeit, sich ihre Studenten selbst auszusuchen, will die SPÖ den Unis nicht geben. "Wer ein Maturazeugnis hat, muss an die Uni gehen können", so Broukal. "Der freie Hochschulzugang muss gegeben sein, dann entscheidet die Leistung der Studierenden. Wer Studierende nach Belieben 'aussuchen' will, muss an eine Privatuniversität gehen." (APA)

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