Regierung und "Islamische Gerichte" bilden gemeinsames Militär

1. Oktober 2006, 14:45
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Islamisten kontrollieren weite Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Mogadischu

Mogadischu - Die Übergangsregierung in Somalia und die rivalisierenden Islamischen Gerichte haben sich grundsätzlich auf den Aufbau eines gemeinsamen Militärs geeinigt. Das sei ein Schritt zur Wiederherstellung von Stabilität in dem zerfallenen Land, hieß es in der Nacht zum Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung. Die Streitkräfte und Polizei würden aus Einheiten der Regierung, der Gerichte und Milizen aufgebaut. Details sollen nach einer Einigung über die politische Struktur des Landes ausgearbeitet werden. Diese und andere Fragen stehen für das nächste Treffen am 30. Oktober auf dem Programm.

Die Islamischen Gerichte haben große Teile Somalias unter ihre Kontrolle gebracht. Auch die Hauptstadt Mogadischu haben die Islamisten eingenommen. Seitdem versuchen sie, ihren Einfluss im Land auszudehnen. In den von ihnen kontrollierten Gebieten führten sie die Sharia ein, das islamische Recht, und schufen eine eigene Verwaltung. Die Übergangsregierung wurde 2004 mit internationaler Unterstützung gebildet. Faktisch existiert der Staat Somalia seit dem Sturz des Diktators Siad Barre 1991 nicht mehr. (APA/Reuters)

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