Patentschutz: Auch ein Thema für Kleine

22. März 2007, 14:31
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Durch "schlafende" Patente bleiben Marktchancen ungenützt - Europäisches Patentamt bietet Ausbildungen an

Klein- und Mittelunternehmen nehmen den Patentschutz weniger ernst als größere Unternehmen. Häufig gehen dadurch aber wertvolle Expansionsmöglichkeiten verloren.

Durch "schlafende" Patente blieben unzählige Marktchancen ungenützt, sagt Friedrich Rödler, Präsident des österreichischen Patentamts. Auch Sandra Wechselberger, Leiterin der Rechtsabteilung bei Swarovski, betont: "Wer Chancen wahrnehmen will, muss auch die Risiken kennen", so Wechselberger im Rahmen eines ExpertInnengesprächs in Alpbach.

Problem Plagiate

Produktpiraterie stelle im internationalen Vergleich vor allem in China "ein riesiges Problem" dar, sagt Maximilian Burger-Scheidlin, Geschäftsführer der Internationalen Handelskammer Österreich. "Durch Plagiate und Fälschungen entgehen nicht nur ausländischen Firmen Unsummen an Geld, sondern auch lokale, chinesische Unternehmen sind davon betroffen", so Burger-Scheidlin.

Davon sind klarerweise auch jene österreichischen Unternehmen betroffen, die sich in China gar nicht engagieren. Bei ihnen komme noch hinzu, "dass sie durch die mangelnde Präsenz am chinesischen Markt dort im Umlauf befindliche Plagiate erst sehr spät entdecken", erklärt Bernhard Voith vom Austria Wirtschaftsservice (aws).

Vielfach scheitert es nicht am fehlenden Bewusstsein, sondern am mangelnden Zugang zu Informationen. Zugang zu diesem Wissen gibt es beispielsweise beim Europäischen Patentamt. Es bietet Ausbildungen für Patentinteressierte an, um den Umgang mit Patentrechten zu verbessern. (red)

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